Golden Gate Bridge

ROUND THE WORLD

CALIFORNIA

November 2007

Nice days in "Arnie's" California

 

“California Dreaming” oder „It never rains in Southern California“ …. ob die Beach Boys, The Mamas and the Papas, Albert Hammond oder The Eagles – Californian Music liegt uns stets in den Ohren und der mit Abstand bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA wird nicht umsonst als „the golden state“ bezeichnet. Und das auf einer Fläche größer als Deutschland oder Norwegen!

Mit der steirischen „Eiche“ Arnold Schwarzenegger als Gouvenor hat das allerdings nichts zu tun. Wir bekommen ihn übrigens nur einmal zu Gesicht, nämlich als er im TV zum Thema Ölpest in der San Francisco Bay abgelichtet wird.

Kalifornien sprengt so manche Dimension. Das beginnt bei der „Megalopolis“ Los Angeles, die aus über 100 Städten zusammengewachsen ist und ein Gebiet größer als die Steiermark bedeckt. Ca. 18 Millionen Menschen leben hier, alleine in der Stadt Los Angeles sind es fast 4 Millionen. Bei unserer ersten Durchfahrt stecken wir hoffnungslos in der „Rush Hour“ und wir benötigen für ca. 60 km 3,5 Stunden.

Die zweitgrößte Stadt der USA nach New York beherbergt alles, was man sich vorstellen kann. Nur kein Stadtzentrum. Sie ist einfach zusammengewachsen. Besuche lohnen sich viele, ein Jahr wird benötigt um halbwegs herum zu kommen. Wir begnügen uns außer den Einblicken bei Durchfahrten auf einem der bis zu 11-spurigen Highways (mal 2 natürlich!!!)  auf einen Besuch Hollywoods. Kein Kommentar.

Wir haben Quartier etwa 120 km südlicher bezogen, bei Verwandten in Oceanside, einer gemütlichen Wohnstadt 50 km nördlich von San Diego, der Heimat von „Sea World“. Show pur, sehr teuer …… American Way of Nature …. ebenfalls kein Kommentar.

Hier können wir uns nach den ereignisreichen Tagen im Wohnmobil auch erholen, am Pool natürlich bei normalen 27 bis 28°C Mitte November …. zuhause gibt’s Schnee.

Ein völlig neues Gefühl war es zu erfahren, wie die Kalifornier – auch wenn sie Nachfahren ausgewanderter Südburgenländer sind – einen „Ausflug“ nach San Francisco gestalten. 1300 Meilen, also mehr als 2000 km, legen wir in diesen knapp 3,5 Tagen zurück. Die Motels entlang der Route sind im Voraus gebucht und mit generalstabsmäßiger Planung geht’s dahin. Nicht eingeplant ist allerdings, dass sowohl das Wetter als auch unsere fotografische Sucht das Programm etwas ins Schwanken bringt. Denn vor allem in San Francisco regnet es in Strömen, sodass wir Route und Ablauf ändern müssen, um die wirklich eindrucksvollen Highlights der tollen Stadt einigermaßen genießen zu können. Market Street, Cable Car, Fishermen’s Wharf etc. gehören ebenso dazu wie der krönende abendliche Ausblick auf die im Licht der untergehenden Sonne strahlende San Francisco Bay mit der „Golden Gate Bridge“ und der Gefängnisinsel Alcatraz.

Ein Erlebnis eher gewohnter Art ist der Besuch von Napa Valley, dem riesigen Weinanbaugebiet nördlich von San Francisco. Nicht aber die Dimensionen, die auch hier betrieben werden. 50 km ist das Tal lang und es reihen sich Weingärten an Weingärten. Die Weingüter haben hier riesige Ausdehnungen und – für uns ungewohnt, sie liegen durchwegs in der Ebene. Nur wenige Weingärten liegen am Talrand auf Hügeln. Zwei dieser Weingüter besuchen wir, wir verkosten insgesamt 7 Sorten … vom traditionellen Chardonnay und Merlot bis hin zu Spezialitäten wie Zinfandel, Moscato und Gewürztraminer. Natürlich kaufen wir auch ein, die Preise liegen zwischen 4 und 20 USD, also recht günstig.

Meist günstig sind auch die Plätze des Essens. Die Palette spannt sich von den typischen „Lunches“ mit Fast Food (ca. 10 bis 15 USD für 2 Personen) bis hin zum „American Dinner“ im „Denny’s“, im „Japanese Buffet“ oder im „HomeCountryBuffet“ (11,- USD an der Kassa und du kannst essen und trinken soviel du willst ….)  bzw. dem wirklich ausgezeichneten „Seafood-Dinner“ im Hafen von San Francisco (2 x Menü plus 3 Getränke USD 70,-).

Aber wir nutzen die Zeit und das herrliche „Frühwinterwetter“ mit strahlendem Himmel und Temperaturen bis 30°C hier nahe an der mexikanischen Grenze auch für einige Erledigungen, wie Post, Internet, Shopping und natürlich Relaxen am Strand, auf der Terrasse und am Pool. Wir lernen den Tagesablauf eines High-School-Girls kennen, Lebensart und Denken im „Sun Country“ … halt alles very big, very high, very fast, very busy & very nice.

Und dann geht’s weiter unser Abenteuer – Tahiti und der Südpazifik warten.