ROUND THE WORLD

NEW YORK - NEW YORK

Oktober 2007

Von Trofaiach nach New York

 

17 Stunden dauerte die Anreise von der herbstlichen Obersteiermark ins spätsommerliche New York. Via London ging es von Wien mit British Airways in insgesamt 9 Flugstunden über den Atlantik, der Flug in der bis auf den letzten Platz gefüllten Boeing 747-400 verlief überraschend ruhig, nur der Anflug auf den JFK-Airport im Osten der Metropole zeigte sich wackelig. Überraschend schnell ging es durch die Zollkontrolle, die seit dem Anschlag auf das WTC im Jahre 2001 radikal verschärft wurde und sogar mit Fragebogen (schon im Flugzeug), Fingerabdruck und Digifoto durchgeführt wird.

27°C um 19 Uhr Ortszeit (= 01,00 MEZ) und unser Freund Fritz Gülly empfing uns im „Big Apple“ und quer durch die Stadt, „die niemals schläft“, ging es in unser Quartier, dem Holiday Inn Hasbrouck Heights, das wir über Gruber Reisen Graz (Gerhard Auer) und FTI bereits gebucht hatten. € 34,- pro Person entpuppten sich dabei als äußerst günstig.

Nach 3 Bierchen im Hotelpub ging es ab in die Federn der „King-Size“-Betten und ein 22-Stunden-Tag war zu Ende.

New York Skyline
flug london - new york

Abflug von London (oben) und Ankunft in unserem Hotel in New York (rechts)

holiday inn hasbrough heights new jersey

Manhattan – wir kommen!

 

Wenn rechts und links alle Häuser kerzengrade in die Höhe schießen, dann ist man … richtig! …. in New York! In Manhattan genauer gesagt, dem Stadtteil mit der größten Einwohnerdichte der Welt!

Wir tauchen in eine faszinierende neue Welt und obwohl wir „gewarnt“ sind, schießen die Fotoapparate los: die Welt der Bauten, die alle viel höher sind als lang oder breit …!?!

Was noch dazu kommt – es hat fast 30°C, als wir nach 35-minütiger Busfahrt von unserem Hotel in New Jersey am „Bus Terminal“ in der 42nd Street ankommen. Herbst-Rekordwert seit 1967. Schwitz!

Nach tollem Frühstücksbuffet im „Inn“ um 10,95 USD plus Tax (in N.Y. 8,25%) und Trinkgeld (ca. 10 bis 15 % - lässt man anschließend am Tisch liegen) erkunden wir Manhattan Midtown. Natürlich zu Fuß. 7th Avenue – Broadway – Times Square – 5th Avenue … es ist ein Gehupe, Gewirr und Lärm in den Häuserschluchten …. lauter „Yellow Taxis“ und viel NYPD (Police) auf den teilweise 4-spurigen Straßen …. alles Einbahn und jede Menge „people“. Verkehr und Fußgänger sind ein einzigartiges Gemisch und gefahren und gegangen wird auf „Chance“ und Gehör! Das muss man erst Mal verdauen. Ein Tipp: Stehenbleiben beim Schauen, denn sonst gibt’s „crash“. Man hat oft das Gefühl, man geht auf eine Mauer zu, die sich dann doch öffnet …. der „Kaiser schickt Soldaten aus!“

Unsere Tour des 1. Tages in N.Y.C.: 42nd Str., 7th Ave., Broadway, Times Square, Rockefeller Center, St. Patricks Cathedral & Atlas, Grand Central, 5th Ave., Bryant Park, Empire State Building, Macy’s, Bus Terminal.

Zurück mit Bus Nr. 163 durch Lincoln Tunnel, vorbei am Giants Stadium (Football) nach East Rutherford und Hasbrouck Heights in New Jersey & mit Busshuttle zum Holiday Inn.

Bus Manhattan
Manhattan Midtown
Times Square
Rockefeller Center
Stärkung in New York
atlas rockefeller center
Midtown
Bryant Park
Broadway 34th Street
Alt und neu
Basketballstars
Times Square
Braodway
Central station
Rockefeller Center

Ankunft in Manhattan per Bus und erste unglaubliche Impressionen von Midtown-New York

Subway-Hopping, Liberty, Immigration & Ground Zero

 

Vom Bus Terminal geht’s mit der Subway 1 nach Süden bis South Ferry. Wir entdecken, dass es nur möglich ist, an der Endstation auszusteigen, wenn man sich in einem der ersten 5 Waggons befindet … wir sind im letzten eingestiegen! 15 Stationen mit „Subway-Hopping“ der etwas anderen Art – bei jeder Station 1 Waggon weiter nach vorne – geschafft!

Es ist schon sehr warm (27 – 28°C), diesmal etwas nebelig und so präsentiert sich die Hafeneinfahrt mit Liberty Statue & Ellis Island wie vielleicht für viele Millionen Immigranten, die hier mit dem Trans-Atlantik-Schiff eintrafen …. mit ungewissem Schicksal aber „full of hope“. Einen Hauch von damals hat auch das „Anstell-Prozedere“ der Amis – zuerst beim Ticketoffice („Are you the end of the line“), dann am Ferryterminal. Sehr diszipliniert und recht flott. Beim Eingang werden wir gecheckt wie am Flugplatz … na ja es geht ja auch zu einem „National Monument“! Bei der Freiheitsstatue steigen wir aus, umrunden das von den Franzosen gespendete Mahnmal der „Freiheit“, denn ein Aufstieg ist nur nach Vorreservierung mit Spezial-Tickets möglich. Weiter geht’s nach Ellis Island mit seinem „Immigration-Museum“, wo auch Vorfahren der Legaths verbrieft sind … ein gewisser Johann Legath in den 20-er-Jahren … pardon Legath John. Seit 1954 ist Ellis Island geschlossen, also sind Gerlindes Eltern nicht mehr hier durch Quarantäne und Zoll.

Zurück in Manhattan wird’s Zeit für eine Stärkung, die nehmen wir dann beim „Mexican“  beim Financial Center ein …. Scharf und ausgezeichnet. Price? No comment!

Nun sind wir gestärkt um einen Blick auf „Ground zero“ zu werfen, wo sich am 11.9.2001 das große Drama um den Flugzeugangriff auf die Towers des „World Trade Center“ abgespielt hat. Obwohl für den Neubau noch keine Einigung besteht, wird schon am Fundament gebaut.

Am Pier 17 an der East Side of Lower Manhattan haben wir eine tollen Ausblick auf die Brooklyn Bridge, einem einzigartigen Bauwerk aus jener Zeit, wo alles noch Handarbeit war. Wir erleben hier unseren ersten Sonnenuntergang in Manhattan und, da es Freitag ist, auch unser erste „HappyHour“ – alle Getränke durchwegs um 50 % billiger …! 

Zurück im Holiday Inn läuft das 1. Postsaison-Play-Off-Spiel im Baseball zwischen den New York Yankees aus der Bronx und den Cleveland Indians. Sie verlieren haushoch …. Stadttrauer.

Auf den Spuren der Auswanderer -            Bronx & Queens

 

1968 ist er wie viele Burgenländer bzw. Österreicher nach New York ausgewandert und hat hier sein Glück versucht. Fritz und Gisela Gülly stammen aus der südburgenländischen Region um Strem bei Güssing und leben nun in Queens, einem der 5 Stadtteile der 30-Millionen-Einwohner-Region in und um New York. Dass er es „geschafft“ hat, kann man vorerst nur „erahnen“ – keinen zur Schau getragenen Luxus, wenn man von Goldschmuck und Mercedes absieht, aber sowohl Realitätenfirma als auch Wohnhaus in Ridgewood wirken normal … seine Frau, Gisi, ist weitschichtig mit den Legaths verwandt und wir kommen in den Genuss einer exzellenten Stadtrundfahrt zu den Wurzeln der Auswanderer bzw. an die Geburtsstätte von Gerlinde und Heinz Legath. Nur damals war die Bronx noch nicht das verrufene Viertel der „Schwarzen“, das es in den 70-er bis 90-er-Jahren geworden ist. Kurzer Stopp an der Kreuzung „Concourse“ / 167th Street, der 1. Heimat der Legaths 1956.

Ein paar Fotos, teilweise aus dem Fahrzeug, dann wieder weiter. Sich hier in der Nacht in Hintergassen zu bewegen, sollte man besser bleiben lassen. Dafür kommen wir auch am Yankee-Stadion vorbei, das daneben für 100.000 Zuseher neu gebaut wird … Baseball ist eben Nationalsport.

In Queens zu leben hat mehr Qualität, obwohl das Gemisch hier offensichtlicher ist, als sonst wo: Chinesen, Südostasiaten, Europäer, Latinos, Schwarze, Juden und ein paar „Original Americans“, wenn es so etwas überhaupt gibt. Der Abend klingt bei Rotwein und Geschichten aus Heimat und New York gemütlich aus …. Mit Express-Subway und Bus geht’s nach New Jersey „heim“.

Von Greenwich Village nach Chinatown

 

Wir haben uns den Gewohnheiten des gelernten New Yorker bereits angepasst – Frühstück auf Raten. Kaffee im Holiday Inn, ein Häppchen beim Dunkin Donut an der Bushaltestelle, eine „Eierspeis-Semmel“ im Bus-Terminal in N.Y.C.

Als wir die Subway Nr. C am Washington Place verlassen, hat sich Manhattan verändert. Keine Wolkenkratzer mehr, keine überdimensionalen Häuserschluchten, kein hastendes Menschengewühl …. Wir wandern durch das idyllische Greenwich Village zum West Village am Hudson River. Nicht umsonst spricht man hier vom Künstler- und Intellektuellenviertel, wir finden aber auch pulsierendes Straßenleben mit Flohmärkten, Parks voller Spinner und Häuserfronten, die man aus „American Soaps“ kennt, so u.a. Leroy Street Nr. 10, der TV-Heimat der „Huckstables“ aus der Bill-Cosby-Show. Dazu Pause am Fluss, Bier aus der Papiertüte und Nüsse. Wir haben etwas Relaxing nötig.

Bei 30°C versteckt man sich in Parks oder doch lieber am schattigen Broadway, dem wir bis nach Little Italy und Chinatown entlang flanieren. Shopping für die Ladies, Fotoshooting für mich ….

Wir fahren diesmal etwas früher zurück nach Hasbrouck Heights, um unserem Domizil einen kleinen Spaziergang abzustatten – nettes Vorstädtchen mit vielen schon für „Halloween“ geschmückten Häusern, einer „Main Street“ mit Shops für alles, was man braucht, vom Taylor & Hairdresser, bis hin zu Pub und Chinese-Fast-Food. Vom Hügel haben wir eine traumhafte Aussicht zurück auf die im Abendlicht schimmernde Skyline von Manhattan und – weil heute Sonntag ist – Einblick in eine Feuerwehrübung.

Columbus Day auf 5th Avenue & Central Park

 

Vorerst letzter Tag in Manhattan vor unserem geplanten Niagara-Trip und das Programm ist „typical american“: Parade auf der Fifth Avenue zum „Columbus Day“. Man hat das Gefühl ganz New York ist auf den Beinen und alles dreht sich um Christoph Kolumbus und den italienisch-abstammenden Bevölkerungsteil. Grün-weiß-rot ist in und es wird getrommelt, getanzt, geschwungen, gesungen, getutet, geflötet, gewunken …. Kapellen, Wägen, Vereine, Politiker, Kinder, Missen – alles scheint teil zu nehmen. Die Laune ist großartig, nur die Polizisten haben Streß, da sie immer wieder den Verkehr bei Unterbrechungen über die 5th Ave schleusen müssen. Für einen typischen Mike Hammer oder Kojak aber kein Problem.

Beim Marsch Richtung Norden kommen wir u.a. am Trump Tower vorbei, ein Glaspalast der besonderen Art, wir flüchten uns aber vor der mörderischen Oktoberhitze von 32°C (Rekordwert im Oktober seit es Aufzeichnungen für New York gibt) in den Central Park.

Rund 1 Stunde dauert die Querung der großen Spielwiese mit viel Wald und Hügeln im Herzen des Millionen-Molochs. Sehr viele Menschen, Wasserläufe und Seen, Dschungel und Eisverkäufer …. Am Leopoldsteinersee ist’s idyllischer.

Das Fiasko bei dieser Hitze ist der starke Kontrast zwischen schweißtreibender Sonne und „air-conditioned“ in den Gebäuden, ganz New York scheint eine überdimensionale Klimaanlage zu sein. Um uns vor der Austrocknung zu schützen, stärken wir uns in einer Bar Ecke Amsterdam Avenue / 72th Street mit 2 Yuengling (dunkles Bier) und beobachten die hektisch-nervösen Aktivitäten der Pferdewetter. Unser Englisch reicht aus, um Erfolg und Misserfolg zu unterscheiden, auch kommen wir leicht mit New Yorkern ins Gespräch. So u.a. am Vorabend mit einem „Profi-Hacker“, der uns sofort Jobs anbietet, vor allem meinem Schwager Heinz, denn „gute Handwerker sind in dieser Stadt nicht zu bekommen!“

south ferry
Liberty Island

Tag 2 in Manhattan auf den Spuren der Einwanderer und 09-11

Freiheitsstatue
Hudson River
Symbol Freiheit
Ellis Island Museum
Ellis Iland
Ellis Island
Mexican food
Ground Zero
Brooklyn Bridge
Auswanderer
Bronx
Bronx
Bronx Zoo
Bronx
Bronx
Queens
Queens
american lifestyle
Queens
Bill Cosby Show
Greenwich Village
New York Bierpause

Tag 4 in Manhattan abseits der Wolkenkratzer in Greenwich Village, China Town und Little Italy

Sandler New York
Washington Square
Chinatown
Halloween
Columbus Day
Columbus Day
Columbus Day
Columbus Day
Columbus Day
Columbus Day
Columbus Day

Parade zum "Columbus Day" und Besuch im Central Park 

Central park
Amsterdam Ave.
Disney
Central Park
Trump Tower

Basketball, Hafenrunde & Top of the Rock

 

Unsere letzten eineinhalb Tage in the „Town that  never sleeps“ sind da … also auch mal ins abendliche Gewühl!

Nach Rückkehr aus Pennsylvania stand ein Nachmittag und Abend wiederum in Midtown auf dem Programm. Unser „Guide“ Birgit hatte Karten für das Basketballmatch der N.Y. Knicks gegen Hapoel Tel Aviv im Madison Square Garden ergattert und dieses Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen. Natürlich wunderten wir uns, nachdem wir die „Penn Station“ verlassen hatten, dass jede Menge „Jewish People“ im M.S.G. herumliefen, dann war es klar: Benefizveranstaltung für jüdische Kinder – natürlich so gut wie ausverkauft. Wirklich toll … und wir mittendrin. Endstand 115:83 für die Heimischen – es war alledings Nebensache.

Den Heimweg legten wir ebenso zu Fuß hin wie einen Tag später über den pulsierenden „Times Square“. The town that never sleeps … es stimmt. Zuvor hatten wir die letzten 12 Stunden in New York City mit einer tollen Hafenrundfahrt und der atemberaubenden Auffahrt auf das Rockefeller-Building verbracht – plus Shopping & Kneipe.

Nachdem die „Twin-Towers“ nicht mehr sind und das Empire State Building eine eher kostspielige  Angelegenheit darstellt, waren die 15,- USD für den Ausblick von „Top of the Rock“ eine gelungene Investition: Im tollen Licht der untergehenden Sonne glänzten die Spitzen der Wolkenkratzer wie Pyramiden in einem Meer von Häusern und trotz empfindlich gesunkenen Temperaturen in windiger Höhe verweilten wir eine gute Stunde in schwindelnder Höhe um das Eintauchen der Millionen-Metropole in abendliches Leuchten zu erleben. Und nicht zu vergessen dieser ständige Lärmpegel aus hupenden Autos, heulenden Sirenen und fibrierenden Motoren … „Beautiful Noise“ hatte es Popbarde Neil Diamond einmal genannt. Ich nehme an, man gewöhnt sich irgendwann einmal dran.

Für uns gingen 9 spannende und ungewöhnliche Tage im „Koloss“ New York zu Ende. Unsere Begleiter – Birgit und Heinz Legath – bestiegen am kommenden Tag das Flugzeug zurück in die Heimat, während für uns Weltenbummler der spannende Teil der USA-Durchquerung mittels „Wohnmobil“ bis Los Angeles begann.

Penn Station
Madison Square Garden
Madison Square Garden
Basketball
Brooklyn Bridge
Staten Island Ferry
Financial District
Skyline
Baugigantomanie
Top of the Rock

Die letzten 2 Tage in Manhattan mit Sport und Ausblicken von oben und aus Wassersicht

Top of the Rock
Liberty Island
Top of the Rock
Manhattan von oben
McDonalds
Times Square
Times Square