USA - KARIBIK - KANADA 2014

GEORGIA

 

Mai 2014

Coca Cola, Olympia & Co … welcome to Atlanta!

Nach „Sweet Home Alabama“ folgt „Georgia on my mind“ … der Regen von Alabama verfolgt uns zuerst auch bis Georgia, ehe wir bei strahlendem Wetter und angenehmen Temperaturen der Heimat von Coca Cola einen Besuch abstatten. Gerlinde hat am nördlichen Rand der Metropole noch Verwandte und neben tollen Ausblicken auf die Olympiastadt von 1996 bekommen wir auch einen spannenden Einblick in das Leben einer typisch amerikanischen Familie … nice to meet you.

Georgia gilt unter Insidern nicht umsonst als „typisch mitteleuropäische“ Enklave, denn Landschaft und Vegetation ähneln sehr unseren Breiten. Dazu tragen auch die Ausläufer der Appalachen bei – jener Gebirgszug der den Osten der USA durchzieht und eigentlich in Skandinavien, Schottland und Irland seinen Ausgang nimmt … Kaledonisches Gebirge nennt sich dieses Verschiebungsprodukt der Plattentektonik aus Urzeiten der Erdgeschichte.


Wir starten von unserem Camp in Bremen an der Grenze bei letzten Regentropfen Richtung Atlanta, unserem letzten Standort auf unserer Tour durch die Südstaaten. Schon die erste Durchfahrt auf bis zu 9-spurigen Autobahnen – in einer Richtung wohlgemerkt – gibt uns einen Vorgeschmack und Eindruck von der „heimlichen“ Hauptstadt der USA. Atlanta ist ein Moloch, der sich mit Vororten rund 100 km sowohl in Nord-Süd- als auch in West-Ost-Richtung über das Land legt … die Zahl der Menschen, die hier in der Metropolregion leben und arbeiten, entspricht der Einwohnerzahl der Schweiz.


Wir haben das Glück, in der Nähe der burgenländischen Verwandten von Gerlinde ein tolles Camp am Lake Lanier zu finden, wo wir uns einerseits von den Strapazen der vergangenen Tage erholen können und andererseits ohne große Transportprobleme 2 Tage im Kreise einer typischen amerikanischen Familie verbringen können, ohne deren Tagesrhythmus allzu sehr zu stören … neben den Eltern (Gerlindes Cousin ist Papa Joe) ist mit 3 Kindern zwischen 15 und 20 plus Austauschstudentin aus China das Haus voll.


So stehen neben Einladung zum American Breakfast, Kaffee und Kuchen ein Besuch der ehemaligen Goldgräberstadt Dahlonega mit Dinner in einem der saloonartigen Restaurants und ein Tagesausflug nach Atlanta am Programm.


Und bei diesem Besuch haben wir dank unserer großartigen „Guides“ einen „Schnellsiederkurs“ in Sachen Atlanta-Downtown – den Start machen wir im „Centennial Olympia-Park“ bzw. in der eindrucksvollen „World of Coke“. Hier mitten im Zentrum der Stadt wird sofort klar, wer und was dies alles möglich macht und gemacht hat: Coca Cola. Welche Rolle diese Marke spielt, erkennt man schon an der Tatsache, wer und womit man sich nach rund 7 Jahrzehnten intensivsten Sponsorings die Rechte für die Austragung der Olympischen Jubiläumsspiele zum „100“ der modernen Wettkampfgeschichte gesichert hatte … Athen war da chancenlos!


Nach dem Rundgang durch das Multimedia-Museum modernster Prägung weiß man (fast) alles über die berühmteste Getränkemarke der Welt – außer dem wohl bestgehüteten Geheimnis der Welt … der Formel des Dr. Pemberton aus dem 19. Jahrhundert. Kostproben sind im Preis von 17,- $ auch ohne Limit inkludiert, aus rund 60 Getränken aus 5 Kontinenten mit undurchschaubaren Geschmacksvariationen kann man sich einschenken … vielen Kindern sieht man es jetzt schon an, was die Zukunftskrankheiten der US-Zivilisation dieses Jahrhunderts sein werden.


Was in Atlanta nicht fehlen darf, ist der Lunch im „Hard Rock Cafe“, einer der traditionsreichste Locations der Kultkette – voll gestopft mit Erinnerungsstücken aus rund 50 Jahren Musikgeschichte. Wir sitzen unter der Gitarre von Neil Young, nebenan prangt ein Original von „Sweet Home Alabama“ an der Wand und am Eingang ist man umringt von Elvis, Beatles, Rolling Stones & Co.


Bestens gestärkt ergeben wir uns unserem äußerst ortskundigen Führer Joe, der uns zu einem Rundgang durch Atlantas größte und höchste Hotels einlädt … der Höhepunkt dabei ist das „Westin“, wo man mit einem außen am Gebäude angebrachten Lift in Windeseile auf das runde Dach des Wolkenkratzers fährt. Hier befindet sich ein Nobel-Restaurant, das sich dreht und den besten Blick auf City und Country bietet.


Der Regen vom Golf hat übrigens Entspannung bei der Hitze gebracht und „dank“ einer Kaltfront aus dem Norden können wir jetzt bei rund 20°C durchatmen …
So enden tolle Stunden im Kreise wirklich netter Menschen mit burgenländischen Marillenschnaps und entspannender Lagerfeuer-Romantik – wir werden die Energie auch brauchen können, denn am nächsten Tag heißt es packen … es geht per Flugzeug an den Westrand des Kontinents nach San Francisco, wo auf uns Teil 2 unserer großen Nordamerika-Tour wartet …