London Heathrow

ROUND THE WORLD

HEIMREISE

Februar 2008

Impressionen einer 39-stündigen

Heimreise

Saigon – Bangkok – London - Wien – Trofaiach

 

Auch nach 126 Tagen ist bei einer „Heimreise“ doch noch so etwas wie Aufbruchsstimmung zu spüren.


Start 5. Feber 08, 8 Uhr.


Per Taxi geht’s nochmals durch das unglaubliche Verkehrsgewühl von Ho Chi Minh City, auch diesmal können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, alle Motos der Stadt wollen uns überholen bzw. umzingeln …


Am Flughafen diesmal überhaupt kein Stress beim Einchecken, denn wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten zum buddhistischen Neujahrsfest konnten wir für den Rückflug nach Bangkok nur noch Tickets in der „Business Class“ erwerben, für 75,- USD Aufpreis … Vietnam Airlines ist noch nicht teuer. Dafür gibt’s Champagner an Bord und  einen relaxten 80-Minuten-Flug nach Thailand mit letztem Ausblick auf Saigon und den Mekong.


Ebenfalls relativ stressfrei bewegen wir uns am Bangkok-Airport mit dem fantastisch- unaussprechlichen Namen Suvarnabhumi, wenn man vom Chaos an der Zollkontrolle absieht, wo 1 bis 1,5 Stunden  Anstellzeit eingeplant werden sollten.


Der Grund für die Relaxtheit ist aber, dass wir nun noch 9,5 Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach London haben und dass wir uns einfach schon auskennen. Zuerst checken wir die erfolgte Umbuchung unserer Flüge bis Wien, die problemlos von Gerhard Auer bei Gruber Reisen online durchgeführt wurde. Dann ab in die Gepäckaufbewahrung, wo wir die Hälfte unseres Gepäcks gelagert haben.


Nächster Schritt ist das große „Umpacken“, denn eine letzte große Hürde muss mit Reduktion des Gewichtes unserer beiden Rucksäcke auf jeweils 23 kg gemeistert werden. So kommen alle gewichtsintensiveren Dinge, wie CDs, Diafilme, Bücher, Souvenirs in den neu erworbenen Trolley, der als „Handgepäck“ durchgehen muss! Und dann haben wir Zeit, uns gemütlich in eines der Restaurants zu setzen, wo uns auch kostenlos Internet per W-Lan zur Verfügung steht, wie auf allen größeren Flughäfen, und uns auch mit diesem Ungetüm von Airport näher zu beschäftigen.


Asiens modernster Flughafen gilt auch als Symbol für ein korruptes Staatssystem.


Die Geschichte des Vier-Millarden-Dollar-Projekts Suvarnabhumi ist eine Geschichte voller Pannen: Vor 40 Jahren begann die Planung, doch Korruptionsaffären und Skandale verzögerten die Fertigstellung, die Eröffnung wurde mehrfach verschoben. Noch 2007 beklagten Oppositionspolitiker, der Flughafen sei noch nicht bereit für die erwarteten 125.000 Passagiere pro Tag. Suvarnabhumi, das "Goldene Land", wurde in einem Feuchtgebiet namens "Cobra Swamp" (Kobrasumpf) 20 Kilometer außerhalb der Stadt errichtet – für die Risse in der Rollbahn ist vermutlich die ungünstige Beschaffenheit des Untergrunds verantwortlich.


Gegen 19 Uhr checken wir als 3. wieder ganz gemütlich bei Quantas ein. Die jeweils 23 kg unserer Rucksäcke zaubern ein Lächeln in unsere müden Gesichter und wir können uns die Sitzplätze in der Riesen-Boeing aussuchen, denn es geht mehr als 12 Stunden „Nachtschicht“ bis London und ein bisschen Schlaf würde uns gut tun.


Mit ausgezeichnetem Welt.Reisender-Gespür nützen wir eine Lücke beim Andrang durch den thailändischen Zoll und schaffen so eine der vorletzten Hürden in die Heimat. Auch die Stunden bis zum Abflug vergehen rasch durch Laptoparbeit, Stärkung, Shopping und Relaxen und pünktlich um 0,55 h heben wir mit der Boeing 747-400 in den Sternenhimmel SO-Asiens ab.


Glück haben wir auch im Flieger, denn eine ganze 4-er-Reihe bleibt frei, die wir für uns beanspruchen. So schaffe ich es diesmal (erstmalig auf der gesamten Tour) eine 3-stündige „Tief-Schlummer-Phase“ zwischen Nord-Burma und Süd-Kasachstan einzulegen. Gerlinde geht es diesmal nicht so gut, sie nickt nur immer kurz ein und steigt in London etwas geschlaucht aus dem Flugzeug.
Ankunft London am 6. Feber mit 7 Stunden Zeitverschiebung um 6,30 Uhr.


Nachdem wir auch die vorletzte Hürde am Heimweg gemeistert haben (Zum 1. Mal auf der gesamten Welttour hat mein Laptop-Rucksack im Scanner angeschlagen !?! … London hat wirklich gestrichen „die Hose voll“!) setzen wir uns bei aufgehender Sonne in eines der Cafes von Terminal 4 in London-Heathrow …. ein kräftiger Kaffee kann jetzt nicht schaden.


Und gegen 13 Uhr rollen wir zum letzten Mal auf eine Startbahn auf dieser Reise.


Nach einer windigen Landung in Wien fühlen wir erstmalig den Unterschied zwischen den 35°C in Vietnam zu gefühlten 0°C im heimatlichen Winter, als wir Trofaiach erreichen.


Ankunft um 17 Uhr. 39 Stunden Heimreise liegen hinter uns …. 127 Tage waren wir unterwegs und insgesamt 67.000 Kilometer.


Welcome home!