Dschungeltempel Ta Phrom

ROUND THE WORLD

KAMBODSCHA

Jänner 2008

KAMBODIA –

TEMPELWUNDER UND ELEND IM REICH DER KHMER

Teil 2: Heiße Tage in Siem Reap & Angkor Wat

 

Um es gleich auf einen Nenner zu bringen – dieses Land ist zur Zeit noch nichts für „schwache Nerven“ und „schwache Verdauung“, denn zum einen bietet sich uns auf allen Stationen ein anfangs erschreckender Mix aus touristischer Maske an der Hauptstraße und sehr viel Armut und Dreck abseits der ausgetretenen Pfade. Basis ist in den Städten ein Gewühl aus Menschen, Motos, Menschen, Tuk Tuks, Menschen und … richtig Menschen! Unser Spruch der ersten Tage: „Wo wollen die alle hin?“ Dabei ist Benzin ungeheuerlich teuer – 1 l Super kostet 4500 Riel, also 1,25 Dollar …!?! Eigentlich unerschwinglich.


Andererseits sind 85 % der Kambodschaner Bauern oder Fischer, die es über den Status der Bambus-, Stroh- oder Bretterhütte meist umringt von Plastikmüllbergen noch nicht hinausgebracht haben. Ein Besuch bei einer ca. 12 bis 15-köpfigen Bauernfamilie hilft uns nicht gerade, unser Unbehagen zu lindern … die Leute schlafen irgendwo, alles ohne Strom und Wasser und ohne hygienische Grundausrüstung und ihre „Produktion“ besteht aus Reis, Palmzucker und Gemüse bzw. den paar Riel, die sie sich durch Anbieten von „Tourismus-Ramsch“ wie Ansichtskarten, Tücher etc. verdienen. Wir kaufen natürlich jede Menge ab … meistens „One for one dollar“ …. und tief gekühltes Wasser in Flaschen, das man unbedingt nur mit Originalverschluss kaufen sollte, denn es soll schon vorgekommen sein, dass einfach Leitungswasser nachgefüllt wurde – dies endet unweigerlich auf einer der Toiletten des Hotels.


Apropos Verdauung! Auch dafür sollte man gewappnet sein, denn es gibt so viele Tücken und Gefahren im Essen bzw. Trinken (Cocktails, Eiswürfel, Gläserreinigung etc.). Ist schon die kambodschanische Küche grundsätzlich mit ihren außergewöhnlichen  Düften gewöhnungsbedürftig, so sollte man einige Grundregeln unbedingt einhalten: Vorsicht bei Gemüse, Salat, ungekochten Speisen etc. – man weiß nicht, mit welchem Wasser sie gewaschen wurden.

 

Auch sind viele Gewürze und Zutaten für europäische Mägen nicht gut verträglich. Alles mit Reis und Nudeln ist zu empfehlen, Fisch und Huhn sind ausgezeichnet, Reissuppe bzw. Fischsuppe meine persönlichen Favoriten.
Jetzt aber genug vom Essen.


Die Tempel von Angkor nehmen uns 3 Tage in Beschlag. Details siehe Link „Wikipedia“. Zur dreitägigen Tour, die uns in einen 5-Sterne-Palast mit Pool und vielen Annehmlichkeiten verschlägt, gehört vor allem die Besichtigungstour von Siem Reap und Umgebung mit den einzigartigen Tempelanlagen von Angkor Wat & Co. per Privattaxi und deutschsprachigem Guide (Name: Kim) in der Kleinstgruppe – was soviel bedeutet, dass wir wirklich zu zweit sind und 2 Begleiter haben!


Am meisten faszinieren uns natürlich das Weltwunder „Angkor Wat“, das gigantische Angkor Thom und der von Urwaldbaumriesen überwachsene Ta Phrom-Tempel. Die gigantischen Wurzeln haben eine Pracht konserviert, die auch bewusst so belassen wurde. Sandstein ist hier das Baumaterial und alles steht auf Lavasteinen, die sich während des Tages noch zusätzlich aufheizen …. Da fließt viel Schweiß trotz Air Conditioned Car, trotz ständiger Suche nach Schatten.