Bootstour am Menam

ROUND THE WORLD

THAILAND

Jänner 2008

Aus „One Night in Bangkok“ wurden

mehr …. dank Thai-Massage & Swimmingpool

 

Eigentlich ist Bangkok von Hongkong kommend als Zwischenstation geplant, als Anlaufpunkt für weitere Abenteuer, eventuell als Transitort nach Vietnam, wo wir ja ein Visum haben oder einem Badeurlaub irgendwo zwischen Pattaya und Koh Samui  … aber es wird ein typischer Fall von „sixtas do hast as“ – wie es bei uns in der Fachsprache heißt.


Es ist nicht nur der Schock, in Bangkok angekommen zu sein, sondern vor allem die Art und Weise & das Wie, wie einem diese Stadt, diese Kultur, diese Mentalität des ewigen Lächelns in Empfang nimmt.


Neuerlich super Startplatz – Hotel Classic Place, dank Gruber Reisen – am Eingang zum Zentrum in der Petchburi Road, obwohl diesmal erst im zweiten Anlauf – erstes Zimmer liegt im Rauchertrakt! Dann okay.
Bangkok, was nun?


Unsere Akkus sind nach den Tagen in Sydney und Hongkong etwas strapaziert, aber trotzdem soll die Metropole Thailands nicht „spurlos“ an unser vorüber ziehen …. gesagt, getan. Erster Weg (zu Fuß …!?!) von der Metrostation Si Lom zum Reisepartner von „dertour“, wo uns im blendendem Deutsch erstmals weiter geholfen wird … schon mal angenehm.


Der Badeurlaub wird u.a. aus Preisüberlegungen gestrichen, denn vorerst ist eine Verlängerung unserer Hotelbuchung im Classic Place möglich (Preis pro Nacht pro Person inkl. ausgezeichnetem Frühstück € 14. - …?!? Anmerkung – die Direktbuchung im Hotel hätte 36,- € gekostet!), dann läßt uns das Angebot einer 3-Tages-Tour in Angkor Wat in der Kleingruppe inkl. 5-Stern-Hotel, Verpflegung und deutscher Reiseleitung nicht mehr los und wir buchen die Tour inkl. Flug von Bangkok nach Kambodscha. Preis für europäische Verhältnisse „skandalös“ …!


Und dann „werfen“ wir uns mit dem gestärkten Rücken von  knapp 4 Monaten Weltreise, dem unendlichen Wissen von „allem, was möglich ist“ … und der körperlichen Wahrnahme von ca. 35°C  ins „Gewühl“ …. oder Gefecht, wie es wohl besser heißen sollte.


Tag 1 ist noch geprägt von Unterhaltsamkeit und dem Kontakt zu Österreichern, Deutschen und Schweizern, die ebenfalls im Hotel Quartier bezogen haben – eine nette Abwechslung, endlich mal wieder Deutsch reden zu können. Hongkong hat uns zumindest den totalen Schock erspart, aber am Rande von Chinatown ca. 2 km zu wandern gehört zu den intensivsten Augenblicken einer Weltreise …  auch hier in Bangkok. Anm. – ca. 80% des Handels von Bangkok liegt übrigens in chinesischen Händen …. stimmt.


Man soll aber niemals glauben, Bangkok oder seine spezielle Ausstrahlung zu kennen, denn am zweiten Tag lernen wir bei einer Tour wirklich nette Mitstreiter kennen, die teilweise Geschichten von früheren Reisen aus den 70-er-Jahren wissen. Und die sind vor allem erstaunt, als uns ein rasanter Bootstrip hinter die Kulissen in die Kanäle führt …. um dann mit einem Erlebnis der Sonderklasse belohnt zu werden – einer Fahrt am Menam in einem Partyboot mit sensationeller Obstverkostung samt Thai-Whisky.


Eine Reihe von Tempels bekommen wir auch zu sehen – die Einheitstour mit Wat Po, Königspalast, liegendem Buddha etc., aber auch auf Solo-Wegen mit kleinen, idyllischen Tempeln bzw. dem Wat Arun. Dieser steht auf der anderen Seite des Menam und ist Bangkoks höchster Tempel mit rund 80 m. Zuerst ist schon die Überfahrt per Schiff ein Erlebnis (35,- Baht einfach … ca. 0,70 € …. eigentlich „Wucher“!), der Aufstieg über fast unbegehbar steile Stufen bis auf 40 m der „Hammer“. Ein zwar verschwitzter, aber traumhafter Ausblick auf Stadt und Fluss ist der gerechte Lohn. Ebenso eine Fahrt mit einer der Fluss-Expressfähren – Preis 15 Baht (0,30 €) inkl. leichtes Gruseln bei Ein- und Ausstieg.
Kein Ding für Angsthasen.


Zum eigentlichen Wohlbefinden tragen vor allem die nette Atmosphäre im Hotel bei, sowie die nach schweißtreibenden Ausflügen nötigen Abstecher zum Pool und die diversen Massageangebote des Hotels. Wir entscheiden uns vorerst für eine 30-minütige Gesamt-Kennenlerneinheit, um dann am kommenden Tag für eine 1-stündige „Knet- und Streckeinheit a la Thai“ wieder zu kommen. Unglaublich, wie man nach so einer Tour „eingerostet“ ist, Muskelkater garantiert.


Abschlusstag in Bangkok und nochmals ins Gewühl von Chinatown, diesmal um wirklich zu shoppen. Jede Menge Cds, Tücher, Souvenirs werden es dann, sowieso Fotobatterien für die Diaapparate, Preis ohne Handeln ca. ein Sechstel gegenüber zu Hause. Und jede Menge Einreibe- und Massagemittel, die wir in den kommenden Tagen noch brauchen würden …. ebenso wie jene Energie, die wir rechtzeitig für den südostasiatischen Dschungel auftanken. 


Anmerkung am Rande: So ziemlich jeder Dritte unserer Bekannten war natürlich schon in Bangkok bzw. in Thailand und für alle, die meinen, den Namen dieser faszinierend-schockierenden Metropole zu kennen, sei abschließend der vollständige Namenszug ins „Stammbuch“ geschrieben:
Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit.


Oder kurz: Bangkok – „Viele Inseln“