ROUND THE WORLD

NEUSEELAND

Dezember 2007

Neuseeland Südinsel Part 2  – 

Jetboote, Alpacas & Pinguine

 

Der neuseeländische Sommer bietet ein vielfältiges Spektrum an Aktivitäten und Naturerlebnissen, aber auch an Wetterkapriolen und lokalen Unterschieden von bis zu 20°C.
Unsere Routenänderung weg von der Küste ist ein Goldgriff, denn in Queenstown, im Herzen der südlichen neuseeländischen Alpen, werden wir von strahlendem Sommerwetter verwöhnt – verbunden mit Temperaturen um die 20°C …. Skandinavien pur! Gestartet sind wir in Christchurch bei 30°, ehe uns am Mount Sunday die Kaltfront mit Temperaturen unter 10°C erwischt.
Neeseeländischer Sommer bedeutet schon wegen seiner exponierten Lage ein ständiges Wechselbad an Sonne, Wolken, Regen und Stürmen …. am besten man tut es wie die Einheimischen und genießt jede sommerliche Stunde.
Die Region um Queenstown bietet ein enormes Spektrum für abenteuer- und „action“-suchende Menschen. Im Winter dominieren die Skisportler, im Sommer steht eine Palette von allen nur erdenklichen Outdoorpaletten zur Verfügung, wie Paddeln, Radeln, Wandern, Quadtouren, Bungy-Riverjumping  über Goldwaschen, Pferdetrecking oder Canyoning  bis hin zur tollkühnen Fahrt in den engen Canyons des Shotover-Rivers per Jetbooten. Ein „Superkick“ der Extraklasse und nur hier durchgeführt, also starten Alex und Nick zum 30-minütigen Nervenkitzel zwischen engen Felsen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 km/h. Inklusive 360°-Turns, „Vollbad“ und Erinnerungs-CD mit Fotos und Video. 
Der „Deer Park Kelvin Heights“ am anderen Seeufer bei Queenstown ist auch ein „Objekt der Begierde“ als vielfacher Drehort für die Herr der Ringe-Verfilmungen und so kämpfen wir uns nach Bezahlung von 20,- NZD am Eingangsschranken viele steile Kehren hoch, ehe wir einen tollen Ausblick auf See und Stadt genießen. Und so nebenbei kommen wir mit so manchem exotischen und völlig zutraulichem Tier in Berührung, von den wuscheligen Alpacas (Lamas) über Hängebauchschweine, hungrige Ziegen und Vögel bis hin zu majestätischen Hirschen und zotteligen Eseln. Yaks sehen wir ebenso aus der Ferne wie Emu und Hochlandrinder.
Apropos Tiere! Zum besonderen Erlebnis wird unsere Tour, als wir uns den mindestens 2 Tage dauernden Umweg in den Milford Sound und das Fjordland ersparen, das wir ja aus genügenden Skandinavientouren bestens kennen, und dafür über den südlichsten Punkt bei Bluff und Stirling Point an die Otago-Küste kommen. Wir hatten schon des Öfteren davon gehört, so auch von einem holländischen Ehepaar wenige Stunden zuvor – an der Küste zwischen Invercargill und Oamaru findet man die weltweit letzten Bestände an Gelbaugen-Pinguinen …. wenn man Glück hat bzw. wenn man sich einer der zahlreichen Projekttouren anschließt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese verschwindende Spezies zu schützen und wieder zu vermehren. Und wir haben Beides: Eine geführte Tour und Riesenglück.
Schon beim „Penguin-Place“ auf der Otago-Halbinsel bei Dunedin erleben wir einen über den Strand laufenden Pinguin samt „Wachablöse“ beim Bewachen der Jungen am Nest … hier geht man mit einem Guide durch ein angelegtes Wege- und Tunnel-Labyrinth und kann die Pinguine in aller Ruhe am Nest beobachten. Sonst nur schwer, denn die meisten sind tagsüber im Meer um Fische zu fangen und kommen erst bei Dämmerung zurück.
Und das Glück bleibt uns hold auch bei Oamaru, wo man von einem Horst aus den Strand beobachtet und wartet. Doch unsere Wartezeit ist nur kurz, denn schon nach wenigen Minuten watschelt ein Pärchen über den Strand und, während alle aufgeregt nach unten gucken, watschelt ein tolles Exemplar vor unseren Augen den steilen Abhang entlang, schaut um sich, putzt sich und posiert für die klickenden Fotoapparate, ehe er sich nach einer viertel Stunde lautstark mit seiner Partnerin (oder umgekehrt?) ins Dickicht zurückzieht …. Naturherz, was willst du mehr!
Da verkraften wir auch, dass die tags darauf geplante „Whale-Watch-Tour“ aus Witterungsgründen (Wind und hohen Wellen) abgesagt werden muss, die hatte ich sowieso schon für teures Geld in Nord-Norwegen besucht …. das Geld „investieren“ wir lieber in wirklich ausgezeichnete Lodges und Motels mit 2 Schlafräumen, Küche, Bad, TV und zumeist Wireless Internet zur Kommunikation mit der Heimat.
Und den letzten Nachmittag am Vortag vor Heiligabend auf der Südinsel verbringen wir bei 25°C am herrlichen Sandstrand in der White Bay bei Blenheim …. Frohe Weihnacht.

Jetboating am Shotover