Forgotten World Highway

ROUND THE WORLD

NEUSEELAND

Dezember 2007

Neuseeland Nordinsel – Dschungel,

Forgotten world & Flucht aus Rotorua  

Unser Standort in Hawera entpuppt sich nicht nur als ideales Quartier sondern auch als strategisch optimaler Ausgangspunkt.

Zum einen als Start für die „Runde“ um den gewaltigen Mount Taranaki oder auch Mt. Egmont, wie ihn James Cook einst benannte. Apropos Cook. Um den dreht sich hier alles. Er war der erste Europäer, der Neuseeland zu Gesicht bekam und er war derjenige, der mit seiner Namensgebung den Charakter des Landes prägte. Leicht gesagt – aber stets empfunden und allgegenwärtig. Ob dies in New Plymouth, an der „Bay of Plenty“, an „Hawkes Bay“ oder an der „Cook Straight“ ist …?!?

Nachdem wir den gigantischen Vulkankegel an der Halbinsel trotz dichter Regenwolken umrundet hatten, machten wir uns auf die Suche …. zuerst nach dem ursprünglichen Neuseeland, seinen Surfstränden und nach „Hobbitland“. Neuseeland ist das Land von „Herr der Ringe“ … davon aber später mehr.

Zum anderen erleben wir hier gewaltige Sonnenuntergänge und die Küste ist so wild dramatisch, dass man stets mit Warnschildern und Signalen konfrontiert ist.

Die hätten viel besser zum „Forgotten World Highway“ gepasst, denn plötzlich fanden wir uns mitten in einer Wildnis wieder, die ihresgleichen sucht. 150 km geht es hier durch eine einsame aber traumhafte Landschaft, Tanken nicht vergessen! Von hier gibt’s 150 km keinen Sprit – in Europa unmöglich.

Ausblicke und Fotostandorte sind sensationell, immer wieder gibt’s „Saddles“ (Sattel) und „Outlooks“. Auf halbem Weg kommt man in die 1984 ausgerufenen, eigenständige „Republik“ Whangamomona …. auch wir lernen sie kennen, weil wir dem Schild am Ortsanfang folgen: „Passport & Save Passing is getting in the Hotel!“ – Soup of the Day included …. of course! Von einem alten Farmer erfahren wir, dass noch 12 Menschen hier leben und dass sie alle 2 Jahre im Jänner den „Republic Day“ feiern – 2009 zum nächsten Mal … Tourismusprofis aufgepasst !

Nach rund 5-stündigem Fotogewitter bei äußerst wechselhaften Bedingungen haben wir „Hobbitland“ durchquert (Ironie am Rande: der alte Tunnel auf halber Strecke nennt sich „Hobbits Hole“ … sie verwenden den Namen hier scheinbar für max. 1 Jahr alte Schafe …) und gelangen nach weiteren 2 Stunden „Regenschicht“ nach Rotorua.

Hier kann man mit geschlossenen Augen einfahren …. man riecht es!

Der gesamte Distrikt ist bekannt für seine geothermalen Aktivitäten. Hier gibt es zum Beispiel viele unterschiedliche Geysire, die teilweise bis zu 20 Meter heißes Wasser ausstoßen können … bei diesem „Sauwetter“ interessiert uns das aber weniger. Wir sind hauptsächlich auf der Suche nach einem Quartier für Silvester, denn nach einer Internet-Absageflut müssen wir nun buchen ohne Probleme zu bekommen.

Raus aus der Stadt, denn hier klebt ein Motel am anderen, und dank unserer ausgezeichneten „Nase“ finden wir fast auf Anhieb die Cedarwood Lakeside Holiday Resort, die sich 5 km außerhalb direkt am See befindet und für den Jahreswechsel ein tolles Ambiente mit Pool, Spa und Badesteg am See bietet …. wir buchen spontan, zumal es hier nicht teuer und sehr geschmackvoll eingerichtet ist.

Die Rotorua-Besichtigungsrunde fällt dem Regenwetter zum Opfer, wir starten Richtung Ostküste durch und landen wieder in der „Wildnis“! Die „Abkürzung“ entpuppt sich als Durchquerung der größten Dschungelregion der Nordinsel mit über 100 Kilometer „Staubstraße“ a la „Hiaslegg“ …. über 6 Stunden benötigen wir dafür und …. wir genießen es, zumal wir ja automäßig bestens gerüstet sind.

„Te Urewera“ heißt der Nationalpark, der vor allem für Aktivurlaube, Trecking und Fischen ideales Umfeld bietet …. und für Vögelkundler und Botaniker, denn es piepst, pfeift, trillert in einem fort und hier finden wir auch den „Nationalbaum“ der Neuseeländer – den Kauri-Baum, eine Art Fichte, die kerzengerade wächst und bestes Holz liefert, heute aber nur noch von den Maoris zu rituellen Zwecken gefällt werden darf.

Fast so rituell wie der „Klub“ bei dem wir abends landen um zu essen …. „Napier Returned Services Association“, kurz RSA, nennt sich das Etablissement mit Restaurant, Bar und Tanzsaal und man wird Mitglied für einen Tag. Ohne Gebühr und zu günstigen Preisen … wir nennen es „Veteranenklub“ und dort gehören wir inzwischen auch hin.