Pelzrobben zum Anfassen

ROUND THE WORLD

NEUSEELAND

Dezember 2007

Neuseeland Nordinsel -

Robben, Kiwi & Wein

1 Woche „gesittetes“ Stadtleben …. wir haben sichtlich genug …. ab zur ersten Tour auf der Nordinsel.
Die Begleitumstände können besser nicht sein: vom „Auswanderer-Onkel“ bekommen wir den Toyota-Geländewagen zur Verfügung gestellt und mit einem Teil unserer Ausrüstung machen wir uns auf den Weg Richtung Norden …. Richtung Sonne …. Richtung Äquator!
Doch der Schein trügt – das Wetter hat nach einem November der Trockenheit (Auskunft der Eingeborenen) völlig gedreht. Wir starten in den Regen durch Wellington und überqueren den Rimutaka-Pass in 555 m Seehöhe, um in die Weinebene um Masterton zu gelangen. Erstes Highlight ist aber die Fahrt ans Cape Palliser, wo es etwas aufklart. Gerade genug um die traumhafte Küste zu Fuße des gewaltigen Leuchtturmes zu genießen, den wir über 250 Stufen erklimmen.
Nicht genug!
Hier soll es auch eine Pelzrobben-Kolonie geben …. gesagt – gefunden! Nicht 10, nicht 100 … tausende liegen hier in Seelenruhe zwischen den Felsen, von denen sie nur schwer zu unterscheiden sind. Auf einen wäre ich fast d’raufgetreten …. es ist wirklich sensationell sich am „Pulsschlag“ der Natur zu fühlen.
Am Abend suchen wir uns ein B&B in Martinborough, der Hauptstadt der Weinregion hier. Und wir haben wirklich Glück, denn Lorraine und David vom „Martinborough Connection B&B“ entpuppen sich nicht nur als großartige Gastgeber sondern auch als Österreich-Fans, weil sie vor kurzem in Hallstatt, Salzburg und Innsbruck waren! Wir verbringen einen herrlichen Abend bei Gespräch und Relax am Kamin.
Am kommenden Tag wollen wir die „Winerys“ der Gegend erkunden und landen schon um 11 Uhr bei „Te Kairanga“, wo uns ein netter Ex-Brite 7 seiner ausgezeichneten Tröpferl kredenzt … wir kaufen natürlich zwei Flaschen Pinot Noir – ein Tipp unseres Vinosophen Werner Grüner, der es ja wissen muss!
Die Nachmittagsrunde führt an den Strand von Castlepoint, dessen traumhaftes Ambiente in allen Reiseführern beschrieben wird: Leuchtturm über einer Lagune, die von einem „sanduhrförmigen“ Strand gebildet wird …. es stimmt alles!
Die Rückfahrt gestaltet sich eher abenteuerlich, denn wir wollen eine Abkürzung nehmen. Wir enden auf einer Schotterstraße, treffen Schafe, Kühe und Lamas und drehen ob der Qualität des Untergrunds und der späten Stunde schließlich um …. No problem.
Tag 3 bringt den Fortbestand des eher betrüblichen Wetters, obwohl wir hier im Osten Glück gehabt haben und ohne Regen ausgekommen sind, während es überall im Land regnet …
Zeit fürs „Museum“ – aber wirklich originell: Mount Bryce Wildlife Center! Eine fantastische Wanderung durch dichten Dschungel mit Neuseelands Wappenvogel, dem Kiwi, dem man im „Kiwi-House“ begegnet … oder auch nicht, denn er ist sehr scheu. Dazu eine exotische Pflanzen- und Tierwelt, die wir Europäer nicht kennen und nur bewundernd bestaunen …!
Dass ich trotzdem einen exotischen Vogel mit dem Namen Kokako mit meinen Lauten anlocke, zeugt von meinem „Maori“-Blut oder ähnlichen Vorfahren … James Cook ? …
Und dann geht’s Richtung Sonne, die wir am Fuße des Vulkans Mt. Taranaki finden … mit wahrhaft traumhaften Aus- und Einblicken. Standort Hawera im „Kiwi Court Lodge Motel“ mit Whirlpool und den nettesten Gastgebern bisher … auch wenn er sich über unsere scheinbar seltsamen Fragen köstlich amüsiert .... es ist übrigens "Halbzeit" auf unser Weltreise ...!?!?! Zeit für ein gutes Schluckerl. Prost auf daheim!