Auf den Spuren bekannter Krimi-Figuren

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Zu Besuch im südschwedischen Schonen um Wallander’s Ystad

 

Wer kennt ihn nicht – Schwedens Kriminalexport Nr.1: Kurt Wallander. Ein genialer „Schnüffler“ fürwahr, aber auch verbraucht, melancholisch, teilweise depressiv und unausstehlich. Wahrlich kein Spiegelbild der Landschaft, der Stadt, in der die Handlung spielt.

 

Südschweden. Schonen, schwedisch Skane. Ystad, nahe Malmö ... idyllische Hafen- und Kleinstadt.. Apropos Malmö. Dies ist auch der Angelpunkt der Anreise, die entweder über Berlin, Rostock und Fähre oder über Nürnberg – Hamburg – Kopenhagen und der monumentalen Öresundbrücke führt.

Schonen, der südlichste Bezirk Schwedens, ist bekannt für seine herrlichen Sommer, viel Blumenpracht, prächtige Weizen- und Rapsfelder …. Tolles Farbenschauspiel in blau, gelb, rot, grün. So wie man es sich vorstellt.

Mittendrin Ystad. Größenmäßig etwas kleiner als Leoben, urkundlich erstmals 1244 erwähnt und Wallanders legendäres Wohnhaus in der Mariagatan 10,  ein schlichtes Gebäude aus rotem Backstein, gibt es wirklich, wenn auch der Tourist den Romanhelden vergeblich hinter seinen Fassaden sucht.

Auch die Polis-Station gibt’s sowie die Hauptschauplätze der Romane des erst kürzlich verstorbenen Henning Mankell ... egal ob Grand Hotel, Bahnhof, Mariagatan, Buch- und Blumenladen. Und gabs am Ende auch die entsprechenden Verbrechen, denen auch wir Besucher hinterherjagten?

Vielleicht.

In der Nähe findet man zudem viel Historie und Kultur, u.a. in der Bischofsstadt Lund oder bei der "Steinsetzung" Ale Stenar.

 
Ystad Polis
Ystad Zentrum
Ystad Wallander
Ale Stenar
Öresund-Brücke

Venedig

Auf den Spuren von Commissario Brunetti

 

„Sein Arbeitsplatz liegt am Campo San Lorenzo, am Canale di San Marco. Mit dem Vaporetto fährt man bis fast vor die Haustür und sein Büro in der Questura befindet sich im vierten Stock mit Blick auf die Kirche San Lorenzo.“

 

Ein Besuch auf den Spuren von Donna Leons berühmten Kriminalbeamten ist gleichbedeutend mit einer fantastischen Wanderung durch Jahrhunderte voller Geschichte und Geschichten, durch eine Fülle kultureller, kulinarischer und exotischer Highlights, aber natürlich auch durch all jene Auswüchse touristischer Massenperversion modernster Prägung.

Venedig, die Hauptstadt der Region Venetien, ist eines der beliebtesten touristischen Ziele in Europa und ist auch für ihren Karneval bekannt. Auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler des Kontinents liegt Venedig auf Platz 1. Mit rund 280.000 Einwohnern, wovon ca. ein Viertel im Zentrum mit den berühmten Inseln lebt, gehört die Lagunenstadt nicht zu den größten des Landes, aber sicher zu den schönsten.

Und was heute Venedig ist, entwickelte sich schon seit der späten Antike in Form verstreuter Siedlungen auf den Inseln der entstehenden Lagune. Heute ist Venedig vor allem eine Fußgängerstadt. Neben unzähligen Gassen und Plätzchen bilden für den Warentransport die rund 180 Kanäle das Rückgrat. Wasserbusse – die berühmten „vaporetti“ - wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt und sind heute das beliebteste Verkehrsmittel.

Eine Vielzahl der beliebten und bekannten kulturellen Plätze kommen in den Romanen Donna Leons vor, eine eigene „Brunetti-Wanderung“ mit Stadtplan wird geboten, aber auch eine Schauplatzsuche auf „eigene Gefahr“ birgt Überraschungen und Sehenswertes. Und wenn man Anschaulichkeit und etwas „Ruhe“ zum Besuch braucht, dann einfach nicht zur Hauptsaison ans Meer oder weg von den Hauptrouten. Denn billiger ist’s auch noch.

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In den Straßen von San Francisco

 

Wer kennt sie nicht … „Die Straßen von San Francisco“ (Originaltitel: The Streets of San Francisco) ist eine US-amerikanische Krimi-Fernsehserie, von der in den Jahren von 1972 bis 1977 in fünf Staffeln insgesamt 120 Episoden zu je 45 Minuten entstanden.

 

Die Serie startete in den USA mit dem Pilotfilm am 16. September 1972 bei ABC. In Deutschland lief die Serie ab 1974 im ZDF, kurz darauf auch in Österreich.

Die Straßen von San Francisco – das ist das Revier von Lieutenant Mike Stone alias Karl Malden und seinem jungen Assistenten Steve Heller, der von Michael Douglas gespielt wird. Die beiden sind unterwegs auf den Straßen von San Francisco und sorgen für Recht und Ordnung. Sie arbeiten für das San Francisco Police Department und beschäftigen sich mit Fällen von Kriminalität, Entführung, Prostitution und Schmuggel. In oftmals wilden Verfolgungsjagden stellen sie die Verbrecher und bringen sie hinter Gitter.

Der verwitwete Mike Stone ist bereits seit 23 Jahren bei der Polizei und ein alter Veteran. Der 28jährige Steve Heller hat seine Ausbildung am College gemacht und ist manchmal etwas ungestüm. Das Verhältnis der beiden ist von Respekt, Zuneigung und Freundschaft gekennzeichnet.

2014 – also 40 Jahre nach der Premiere im deutschsprachigen Fernsehen – machten auch wir uns auf, die Spuren dieser Kultserie zu erkunden. In Erinnerung sind uns vor allem die steilen Straßen, die tollen Ausblicke und die „Cable Cars“ geblieben.

Ein Marsch durch die zentrale Halbinsel von „Frisco“ zwischen Bay und Pazifik ist wie eine „Wundertüte“, denn abgesehen von ein paar markanten Punkten, die wir ansteuern, lassen wir uns treiben. Einige Blocks weiter … und es tut sich wieder eine andere Welt, ein anderes Szenario auf. San Francisco ist ein buntes Kaleidoskop aus rund 400 Jahren Einwanderungshistorie.

So heißen die Punkte aus unseren 2 Tagen Tour Downtown mit Start am Union Square: Powell & Market Street, Nob Hill, Russian Hill, Telegraph Hill, North Beach („Little Italy“), Fishermans Wharf mit Hyde Street & Pier 45 und 39, Chinatown bis hin zum unausbleiblichen Marsch durch die „Flower Street“, einem kurzen steilen Abschnitt der Lombard Street, die bunt bewachsen und slalomartig für die Autos bergab zu durchfahren ist … Ein „Must to do“ sozusagen.

Ebenso wie die Fahrt mit dem berühmten „Cable Car“ – drei Linien sind noch in Betrieb und sind vor allem ein Touristen-Highlight. 6,- $ kostet der Spaß für eine einfache Fahrt inkl. teilweise langes Schlange stehen …

 

Mehr darüber gibt’s in den Reiseberichten „Round the World“ und „USA/Kanada“.

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Auf den Spuren von Pierre Mangan in Sisteron

 

Sein Name ist Laviolette, er ist Kommissar und eigentlich hat er sich nur aus gesundheitlichen Gründen nach Sisteron begeben, einem bezaubernden Städtchen in der Provence. Dort besucht er mit Begeisterung die Theateraufführungen, die vor der nächtlichen Kulisse der Burgruine stattfinden. Doch an diesem Abend ist eine Szene in dem Theaterstück nicht gespielt …

 

Im Krimiroman "Tod unter der Glyzinie" handelt es sich bei einer der vom Burgturm heruntergeschleuderten Stoffpuppen um eine junge Frau. Laviolette wird zu seinem Leidwesen in die Ermittlungen hineingezogen, die sich schwierig gestalten, weil ein ganzes Dorf schweigt … und uns in eine Region am nordöstlichen Rand der Provence entführt.

Pierre Magnans Krimi fesselt von der ersten Seite. Geschickt zieht der fast 80jährige Franzose seine Leser in die Geschichte und benutzt dazu auch unser Fernweh. „Wer nach der Lektüre dieses Buches nicht sofort in die Provence fahren will, der will nirgendwo mehr hin.“ schreibt dazu die Zeitschrift Brigitte.

Wir kennen Sisteron vorerst lediglich als Kletterfelsen und Durchgangsstation von einem Skiurlaub in Courchevel nach Marseille in den frühen 1980-er-Jahren und 1992 verbringen wir einige Tage in der Nähe beim Befahren des Flusses Durance, der durch Sisteron fliesst, mit unseren Skijaks. 2009 machen wir uns zu Ostern auf, die Provence erstmals genauer zu bereisen und kennenzulernen, und besuchen gleich zu Beginn die malerische Stadt.

Sisteron liegt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und wird auch „Tor zur Provence“ genannt – eine Rolle, die die Stadt ihrer einmalig strategischen Lage an einer Engstelle bzw. am Durchbruch der Durance verdankt.

Wir sind über die Alpen bei Briancon gekommen, haben die Nacht bei Gap am Campingplatz verbracht und genießen die noch ungewohnte Mittagshitze in einem der gemütlichen Strassencafés der Stadt.

Fluss und Zufahrtsbrücke bestimmen das untere Stadtbild, die Zitadelle von Sisteron ragt hoch oben von ihrem Felsvorsprung über die Stadt, die sich sogar bis zu den Felsen von la Baume erstreckt, die mit ihren vertikalen Schichten aus Kalkstein unverwechselbar sind und als geologische Kuriosität in der ganzen Welt bekannt sind.

Die Stadt bietet ein Labyrinth von Treppen und kleinen Straßen, geschützt von Gewölben, die man "Andrones" nennt. Sie folgen natürlich der malerischen, terrassenförmigen Lage und führen zur erhabenen Zitadelle, die, wie Heinrich IV. sagte, "die mächtigste Festung" seines Königreichs war.

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Unsere Trilogie: zwischen Florida und den Pyrenäen

Auf den Spuren von Ernest Hemingway

 

Ernest Hemingway (1899–1961) war einer der populärsten und erfolgreichsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts; er gilt als moderner Klassiker. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der 1940 erschienene Roman »Wem die Stunde schlägt«. Für die Novelle »Der alte Mann und das Meer« wurde Hemingway 1953 mit dem Pulitzer-Preis und 1954 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Auf unseren Reisen kreuzten sich unsere Wege posthum dreimal: In Key West (Florida), Pamplona (Spanien) und Paris. Bester Stoff für eine spannende Spurensuche.

Teil 1:

Arbeit als Journalist und Schriftsteller in Paris

Im Dezember 1921 zog Hemingway mit seiner ersten Frau Hadley Richardson, die er 3 Monate zuvor geheiratet hatte, nach Paris, wo er als Auslandskorrespondent des „Toronto“ Star zu arbeiten begann.

 

Hier verschrieb er sich der Schriftstellerei, wobei er die Bekanntschaft anderer dort lebender Amerikaner, unter anderem F. Scott Fitzgerald, Gertrude Stein und Ezra Pound, machte.

Stein, Grande Dame und Förderin der Szene, beschrieb die Gruppe als „lost generation“, als verlorene Generation: „Verloren“ meinte in diesem Zusammenhang weniger „verschwunden“, als vielmehr „orientierungslos“. Eine passende Beschreibung, denn in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg mussten viele, die diesen überlebt hatten, ihren Platz in der Welt erst wiederfinden.

„Paris – Ein Fest fürs Leben“ sind Erinnerungen des amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway, die postum 1964 unter dem englischen Titel „A Moveable Feast“ erschienen. Hemingway beschreibt darin großteils sein Leben zwischen 1921 und 1926 in Paris.

Er war Anfang 20 und arbeitete als Auslandskorrespondent – das Beobachten und Festhalten kleiner alltäglicher Begebenheiten gehörte also zu seinen Aufgaben. Hemingway lernte dabei unter anderem auch Pablo Picasso kennen.

Zu einer Route auf den Spuren Hemingways gehören neben den bekannten Highlights wie Montparnasse, Montmatre, Champs Elysees, Louvre oder Le Jardin du Luxembourg vor allem die Highlights, Wege und Brücken entlang der Seine, wo sich der Schriftsteller besonders in den Anfängen und in Ermangelung von Geld viel aufhielt.

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Unsere Trilogie: zwischen Florida und den Pyrenäen

Auf den Spuren von Ernest Hemingway

 

 

Teil 2:

 

 

Pamplona & der literarische Durchbruch

Stierkampf und Spanien hatten es dem späteren Literaturpreisträger ganz besonders angetan. Und die Eindrücke, die sich Hemingway bei seinen Besuchen in der Region um Pamplona sowie den Stierläufen der Fiesta San Fermin holte, schrieb er in seinem Roman „The Sun Also Rises“ nieder.

 

„Fiesta“ – so der deutsche Name - ist der erste größere Roman von Ernest Hemingway, der 1926 erschien und ihn berühmt machte. Der Roman geht auf Erlebnisse Hemingways im Schriftstellermilieu im Paris der 1920er Jahre und im spanischen Pamplona des Jahres 1924 zurück. Hemingway nahm damals an den Stierläufen in Pamplona teil.

Die Handlung des Romans beruht auf persönlichen Erlebnissen des Autors. Sie führt hauptsächlich nach Pamplona, sowie einer fischreichen Region auf dem Land zwischen Pamplona und den Pyrenäen. Die jährliche „Fiesta San Fermin“ in Pamplona, die Hemingway seinem Roman zugrunde legt, beginnt 1924 am 6. Juli. Das kirchliche Fest dauert 7 Tage und 7 Nächte. Auf der Prozession tanzt die Bevölkerung, behängt mit Knoblauchkränzen, von Trommlern unterstützt, lautstark durch die Stadt im Norden Spaniens. Durch die Gassen und Straßen werden Kampfstiere von einem Startplatz im Norden der Stadt zur Stierkampfarena getrieben, vor denen Männer – Spanier und Touristen – davonrennen im Bemühen, nicht verletzt zu werden. Dass dabei einer dieser Männer von einem Stier getötet wird, scheint in dem allgemeinen Trubel eher unterzugehen.

Hemingway besuchte Pamplona insgesamt neunmal. Von seinem ersten Besuch an ging er in den Straßen auf Erkundungstour, trank in den hiesigen Kneipen und Cafés und erfreute sich an der einheimischen Küche, dem Stierlauf, dem Stierkampf und der Unterhaltung.

Navarra ehrt diesen berühmten Besucher jetzt mit der „Heminwgay-Route“, einer kuriosen Tour auf den Spuren des Nobelpreisträgers zu den Orten, an denen er aß und trank, sich vergnügte und wo er übernachtete.

Uns führt eine Ostertour in die Stadt am Rande der Pyrenäen. Während im Sommer die Gassen brodeln, zeigt sich die Innenstadt Anfang April entspannt, ruhig und abwartend.

Allein in Pamplona, Hauptstadt von Navarra und Schauplatz der Fiesta von San Fermín, führt die Tour zu einem Dutzend Stellen. Dazu zählt unter anderem das legendäre Café Iruña, eines der Lieblingscafés Heminwgays, wo eine lebensgroße Bronzestatue an den Schriftsteller erinnert. Ein weiterer wichtiger Ort ist das Gran Hotel La Perla (wo Hemingway im Zimmer 217 mit Blick auf die Calle Estafeta wohnte, um die Stierhatz sehen zu können), ebenso wie das Hemingway-Denkmal, ein 8000 Kilo schwerer Granitblock vor der Stierkampfarena.

Die Tour durch Pamplona ist bequem innerhalb eines Tages zu Fuß zu bewältigen. Wenn Sie jedoch mit dem Auto unterwegs sind, können Sie auch noch andere Orte in Navarra aufsuchen, die Hemingway begeistert haben. Dies sind Auritz-Burguete, Aribe, Lekunberri und Yesa. Sie alle besuchte der Schriftsteller, um sich von der Fiesta auszuruhen, die Landschaft zu genießen und einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: dem Angeln. Diese Route durch Navarra ist ungefähr 130 Kilometer lang.

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Unsere Trilogie: zwischen Florida und den Pyrenäen

Auf den Spuren von Ernest Hemingway

 

 

Teil 3:

 

 

Rückkehr in die USA nach Key West

Ab 1928 lebte Ernest Hemingway für einige Jahre in Key West. In seinem damaligen Wohnhaus ist jetzt ein Hemingway-Museum untergebracht, das natürlich auch unsere Neugier weckte..

 

Key West, das ist der südlichste „Zipfel“ der kontinentalen USA … obwohl es der Endpunkt der unglaublich idyllisch in den Golf von Mexico ragenden „Florida Keys“ ist. Diese wie auf einer Perlenkette aneinander gereihte Inselwelt ist lediglich „90 miles“ – also ca. 145 km – Seeweg von Kuba entfernt, wo Hemingway später noch viele Jahre verbringen sollte.

Bekannt ist Key West für seine pastellfarbenen Häuser im Conch-Stil, schon die Fahrt hierher über den Overseas Highway ist ein außergewöhnliches Erlebnis und ein „Augenschmaus“. Denn Key West ist eher bekannt für seine Korallenriffe, die zum Tauchen und Schnorcheln einladen, als für seine Strände.

Das Hemingway-Haus in Key West ist heute ein Privatmuseum und war rund zehn Jahre das Zuhause des Literaten und seiner zweiten Frau Pauline. Hemingway kam 1928 auf Empfehlung seines Kollegen John Dos Passos erstmals nach Key West. 1931 schenkte ihm Paulines Onkel Gus das Gebäude.

Das Gebäude wurde 1851 im amerikanischen Kolonialstil aus Muschelkalk erbaut und hat eine umlaufende Veranda. Es gibt einen großen Park mit rund 40 Katzen und das Haus ist teilweise original möbliert.

Hemingway schrieb hier „Die grünen Hügel Afrikas“ und „Wem die Stunde schlägt“, soff sich durch die Kneipen und Bars und ging gerne in Key West zum Hochseefischen. 1968 wurde es zum „National Historic Landmark“ erklärt.

Neben einem Rundgang durchs Wohnhaus samt Katzenwelt gehört natürlich auch ein Erinnerungsfoto am „Southernmost point of Continental USA“ zu den Pflichtübungen …

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Aufregende Spurensuche in Paasilinnas Finnland

 

Um auf den wohl skurrilsten und aufregendsten Schriftsteller Finnlands zu treffen, muss man eigentlich nach einer Mischung „googeln“, die ihresgleichen sucht: Humor, Himmel, Satire, Krimi, Wildnis, Selbstmord, Melancholie, Exzesse, Religion, Bär … und das ist nur ein kleiner Auszug!

 

Das Ergebnis wird lauten: Arto Paasilinna, geb. 1942 in Kittilä (Lappland), gest. 2018 in Espoo. Anlässlich seines Ablebens teilte sein finnischer Verlag WSOY mit, dass der Autor von «Der wunderbare Massenselbstmord» und «Im Jenseits ist die Hölle los» rund 35 Romane und andere Werke veröffentlicht hatte, von denen einige verfilmt wurden. Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Für seine skurril-humorvollen Bücher wurde er mit internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Wir sind eher zufällig auf den Autor gestoßen, der gerne als „Meister des skurrilen Humors“ bezeichnet wird und unser Bild von Finnland sowie unsere Sehnsucht nach dem Land der 1000 Seen geprägt hat.

Wer sich von Finnland angezogen fühlt und Romane mag, die einen gewissen Tiefgang haben, Spannung und eher skurrilen Humor zu schätzen wissen, wird die auch in deutscher Sprache erhältlichen Romane verschlingen.

Beispiel gefällig?

Der liebe Gott hat die Nase gestrichen voll von den Menschen und all dem Unsinn, den sie verzapfen. Er braucht Abstand, ist schlichtweg urlaubsreif. Nur, wer soll ihn vertreten? Wer soll die ganze Verantwortung in der Zwischenzeit übernehmen? Der Heilige Petrus und Erzengel Gabriel winken dankend ab. Ihr Vorschlag: Warum nicht einem Menschenkind ein Jahr lang den Job aufs Auge drücken?
Und so klopft Gabriel als Gesandter Gottes bei Kranführer Birger Ryynänen an. Ryynänen, ist zwar mit seiner Arbeit hoch oben in den Lüften zufrieden, findet das Leben ansonsten aber ziemlich langweilig. Er hatte deswegen bereits Stoßgebete gen Himmel gesandt. Der Jobwechsel, den ihm Gabriel da unterbreitet, kommt somit gerade recht. Also ab auf den Himmelsthron! Doch bald merkt Birger, dass Gottsein alles andere als nur Hochgefühle bereitet ...

Im Roman „Der liebe Gott macht blau“ zeigt sich Paasilinna nicht nur von seiner kreativsten Seite, sondern verführt auch an viele der schönsten Plätze des Landes, so z.B. zur größten Holzkirche der Welt nach Kerimäki.

Dieser und viele andere Plätze zwischen Helsinki und Inari brachten uns auf die Idee, uns auf die Spuren der Romane zu machen. Und das brachte uns immer wieder an Orte, die wir so nicht gesucht und entdeckt hätten … einfach mal nachmachen!

Eine Besonderheit zeichnete Paasilinna ebenfalls aus: Immer wieder ein Paasilinna im Herbst … Es heißt, der alljährliche Paasilinna gehöre zum Herbst wie die fallenden Blätter.

Arto absolvierte eine Ausbildung bei einer Zeitung und arbeitete dann als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Er arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist wohl der meistgelesene Autor Finnlands.

Seine Sprache ist einfach, direkt und geprägt durch unverblümten und manchmal schwarzen Humor. Er ist ein scharfer Beobachter seiner Landsleute und deren Eigenarten, ihrer menschlichen Schwächen, Sentimentalitäten und auch ihrer Stärken.

PANORAMAGALERIE:

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