Gestattet man sich einen Blick in den "Duden", dann findet man für das Wort "Kulinarik" die Definition "Kochkunst". Da ist nichts mehr hinzuzufügen. Wir laden zur "kulinarischen Rundreise" mit Stationen rund um unsere Kugel ...
Kulinarik
Europa
Amerika
  • Mittagsmenu in Chinatown (Vancouver / Kanada)

  • Fresh Burger (Miami / USA)

  • Ein Steak in Amarillo (Texas / USA)

  • Meeresfrüchte (San Francisco / USA)

  • Beignets (New Orleans / USA)

Asien & Ozeanien
  • Hangi bei den Maoris (Neuseeland)

  • Spezialitäten im Mekongdelta (Vietnam)

  • Obstmädchen in Sihanoukville (Kambodscha)

  • Streetfood of Saigon (Vietnam)

 

Tapas (Spanien)

 

Auf unserer großen Tour rund um die iberische Halbinsel lernten wir die spanische Art kennen, sich „zwischendurch“ zu stärken, sich dabei mit „kleinen Häppchen“ zu ernähren und vor allem in Begleitung von Alkohol diese „Tapas“ teilweise als kostenlose Beilagen zu schätzen.

Der Begriff Tapa kommt aus dem Spanischen und bedeutet „Deckel“ oder „Abdeckung“ und bezeichnet ein kleines Appetithäppchen, das in Tapas-Bars üblicherweise zu Wein oder Bier gereicht und im Stehen verzehrt wird. Jede Tapas-Bar besitzt dabei eine individuelle Auswahl an verschiedenen Tapas. Zu den Tapas wird meist Bier, Wein, SherryWermut oder Portwein getrunken. Tapas im engeren Sinne sind kostenlose Beilagen zum Getränk. Müssen sie zusätzlich bestellt werden, sind die Übergänge von einer Tapa zu einer Ración (größere Menge) oder zu einem Pincho (baskische Tapavariante mit in der Regel aufwändigerer Zubereitung) fließend.

Um die Entstehung der Tapas ranken sich laut „Wikipedia“ einige Legenden. So soll etwa König Alfons X. von Kastilien während einer Krankheit gezwungen gewesen sein, zwischen den Mahlzeiten Wein und kleine Häppchen zu sich zu nehmen; nach der Kurierung soll er veranlasst haben, dass Wein künftig nur noch zusammen mit einer Kleinigkeit zu Essen serviert werden dürfe.

Eine andere Geschichte führt die Entstehung auf den Brauch zurück, alkoholische Getränke mit einem Deckel abzudecken; dieser sei zu Anfang mit Oliven beschwert worden, um nicht fortgeweht zu werden, und mit der Zeit seien die Beschwerungsmethoden immer einfallsreicher und kunstvoller geworden. Alternativ heißt es, dass die Wirte in Spanien früher eine Scheibe Brot (Tapa) auf das Weinglas legten, um das kostbare Getränk vor lästigen Fliegen zu schützen. Dieser „Deckel“ wurde im Laufe der Jahre dann immer weiter entwickelt und entsprechend mit einer Olive oder Sardelle verziert.

Eine weitere Geschichte führt die Tapas auf kleine Imbisse zurück, die Feldarbeiter zwischen den Mahlzeiten zu sich nahmen, um die Zeit zwischen den Hauptmahlzeiten zu überbrücken.

Tapas
Tapas
Tapas
Tapas
 

Crepes (Frankreich)

 

Egal ob man in Österreich eine Palatschinke, in Deutschland einen Eierkuchen oder in Holland einen Pfannkuchen isst, den wahrscheinlich authentischsten Namen dafür haben die Westfranzosen – insbesonders die Bretonen – geschaffen: die „Crepe“!

Eines ist klar: Sollte man mit Kindern unterwegs sein, dann bietet Frankreich auch den "essunflexibelsten" eine tolle Variante zu Pasta und Pizza: "Crepes" oder hinterlistig auch "Kinder-Palatschinke" gennant.

Ein oder eine Crêpe (bretonisch krampouezhenn, pl. krampouezh) ist eine bretonische Form des Eierkuchens, die in ganz Frankreich ein beliebter Imbiss ist und auch in anderen Ländern zu finden ist.

Crêpes sind fest in der Esskultur der Bretagne und anderer französischer Regionen verankert.

Die Geschichte der Crêpes geht weit zurück: Crêpes sind eine Weiterentwicklung der Galette, die in der Bretagne immer noch unverändert angeboten werden. Galettes entstanden aus den Resten einer Buchweizensuppe. Sie wurden auf einem flachen heißen Stein (bretonisch „jalet“) gebacken und mit herzhaften Zutaten wie Käse, Fisch und Speck belegt.

Crêpes sind sehr dünn und werden traditionell auf einer runden, gusseisernen Platte gebacken, der so genannten Crêpière.

Damit die Crêpes dünn und gleichmäßig werden, wird der flüssige Teig zügig mit einem Teigrechen verstrichen. Der Teig ist meist geschmacksneutral oder mit wenig Salz zubereitet. Er ist im Vergleich zu deutschem Eierkuchenteig flüssiger und enthält weniger Ei und weniger Mehl. Crêpes werden meist nur mit sehr wenig Fett gebacken.

In der Bretagne werden Crêpes grundsätzlich süß belegt, beispielsweise mit Zucker, Konfitüre, frischen Früchten oder Nuss-Nougat-Creme. Auch Butter gilt als süße Zutat. Vor dem Verzehr klappt oder rollt sie der Crêpier zusammen. Eine der bekanntesten Variationen ist die Crêpe Suzette, bei der die Crêpes mit dem Saft frischer Orangen getränkt oder mit Orangenmarmelade bestrichen werden. Die zu quarts de plaisir (Vierteln der Freude) zusammengelegten Crêpes werden mit Orangenlikör flambiert.

Während man in der Bretagne streng zwischen den süßen Crêpes und den herzhaften Galettes unterscheidet, werden in anderen Regionen und insbesondere außerhalb Frankreichs Crêpes auch herzhaft belegt, zum Beispiel mit Schinken, Käse, Ei, Fisch, Gemüse oder Frischkäse.

Crepes
Crepes
Crepes
Crepes
Crepes