Irland 2005

„ROUND IRELAND“ UND STIPPVISITE IN DER IRISCHEN PARTNERSTADT

Rundreise um die „grüne Insel“ im Westen Europas

Reisetermin:
Juli / August 2005
Reiseroute:
Klagenfurt - Dublin - Newry - Bushmills - Derry - Donegal - Westport - Galway - Doolin - Dingle - Clonmel - Shannon - Graz
Reiseart:
Flug & Mietauto
Gesamtlänge:
3000 km

Knapp 3000 km umfasst die „Irland-Tour“, die wir 2005 nach fast 10-jähriger Absenz auf der grünen Insel unternahmen. Begonnen hat alles in der Hauptstadt Dublin und den Abschluss bildet ein Besuch in Trofaiachs Partnerstadt Clonmel im Süden. Dazwischen liegen eindrucksvolle Abenteuer in vielen uns unbekannten Regionen und der Besuch von Stätten, die wir bereits Jahre zuvor kennen gelernt hatten.

Irland 2005

Mit der Billigairline RyanAir geht’s um sagenhafte € 130,- von Klagenfurt über London via Dublin und Shannon retour nach Graz und, um mobil zu sein, haben wir uns per Internet einen günstigen Leihwagen besorgt. Zuerst holen wir nach, was uns in den Jahren zuvor verwehrt geblieben ist: Ein Besuch der nordirischen Küste mit Giants Causeway und der Bushmills Whiskey-Destillery. Aber der Reihe nach …

 

Nach Ankunft in Dublin, dem Ausfassen des wirklich großzügigen Leihwagens – einem C5 von Citroen – rechtsgesteuert natürlich, und einem ersten Abend mit gemütlicher Kulinarik sowie einer ersten Nacht an der Küste nördlich der Hauptstadt, geht es entlang der Küste samt Abstechern zu den Sehenswürdigkeiten Tara und Newgrange nordwärts.

 

Der „Hill of Tara“ gilt seit Jahrhunderten gilt als Heimat von Druiden und Göttern und das Alter der Hügelgräber und ringförmigen Bauten wird auf mindestens 4.000 Jahre geschätzt. Seit dem 3. Jahrhundert war Tara der Sitz der legendären irischen Hochkönige und heute sind kaum mehr als die Reste der ursprünglichen Aufbauten sichtbar.

 

Wenige Kilometer nördlich liegt mit Newgrange eine der weltweit bedeutendsten Hügelgrabanlagen. Schon vor über 5000 Jahren wurde dieser Platz im Boyne Valley ausgesucht um ihre Könige bestatten zu können. Die Megalithanlage ist älter als die Pyramiden von Gizeh und auch älter als Stonehenge, auch ist Newgrange Teil von insgesamt 35 Hügelgräbern, die in dieser Region aufgebaut wurden.

 

Über Newry, Armagh und Cookstown geht es entlang der Hinterseite des Lough Neagh quer durch Nordirland an die Nordküste und bei Bushmills beziehen wir Quartier in einem der urigen B&B’s. Noch am selben Abend nützen wir das herrliche Wetter und statten dem berühmten „Giants Causeway“ bei Sonnenuntergangsstimmung einen Besuch ab. Die 40.000 aus erkalteter Lava entstandenen Basaltsäulen an der Nordküste Antrims gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und bilden eine unglaubliche Kulisse für eine der spannendsten Wanderungen des Landes. Auch wir genießen die letzten Sonnenstrahlen in den Klippen und betreiben intensives Fotoshooting.

 

Natürlich steht am nächsten Tag der Besuch der „Bushmills Destillery“ am Programm, der ältesten „Malt Whisky Brennerei“ der Welt – „since 1608“ prangt auf jeder der kostenbaren Flaschen und das besondere am 3-fach destillierten „Wasser des Lebens“ ist seine Einzigartigkeit. Auch davon lassen wir uns bei der Verkostung nach dem Rundgang überzeugen … Slainte.

 

Am Weg westwärts streifen wir Dunluce Castle, eine der größten Ruinen einer mittelalterlichen Burg in Irland, die sich malerisch auf einem Basaltfelsen an der stark zerklüfteten Nordküste befindet. Von hier geht’s nun über Londonderry – oder „Derry“ wie es die Irländer bevorzugen – auf die Halbinsel im äußersten Nordwesten der Insel. 

Vom nördlichsten Punkt der Insel geniessen wir dann die raue aber eindrucksvolle Wildnis von Donegal und der Provinz im Nordwesten, ehe es auf den Spuren des berühmten Romans „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ entlang der Küste südwärts geht.

 

Station dabei machen wir auch in Glencolumbkille, in dessen Umgebung sich sowohl vorzeitliche Monumente als auch frühchristliche Spuren finden, und dem atemberaubenden „Silver Strand“, der unglaubliche Ausblicke bietet.

 

Über die Städte Donegal und Sligo gelangen wir in die Region Mayo und durchqueren eine urtümliche Torflandschaft. Westlich der Stadt Westport finden wir uns im Ort Murrisk am Fuße des „heiligen Berges“ Croagh Patrick wieder, wo sich Unglaubliches abspielt. Es ist der letzte Sonntag im Juli - der sogenannte „Reek Sunday“, wo rund 50.000 Pilger den Berg hinaufsteigen, viele tun dies barfuß. Diese Pilgerwallfahrt auf den 765 m hohen Croaghpatrick wird mehr denn je zelebriert. Seit Hunderten von Jahren ist der Croagh Patrick zu Ehren des heiligen Patrick eine Wallfahrtsstätte. Im Jahr 441 stieg der Patron Irlands auf diesen Berg, fastete dort 40 Tage lang und erbaute eine Kapelle. Der Legende nach warf er an einer Seite des Berges eine Glocke hinab und vertrieb damit alle Schlangen von der irischen Insel.

 

Die kleine Kapelle auf dem Gipfel wurde am 30. Juli 1905 geweiht und wir sind Zeugen bzw. Teilnehmer einer Jubiläumswallfahrt. An diesem Tag, dem 31. Juli 2005 enthüllte Michael Neery, der Erzbischof von Tuam, eine Gedenktafel zur Erinnerung an den hundertsten Jahrestag der Weihe.

 

Nach einigen Tagen in Connemara, wo wir lediglich Probleme mit den Verhältnissen in einer vorab gemieteten „Hütte“ am Meer haben, geht es wieder südwärts und den Abschluss der Tour bildet ein ausführlicher Besuch der dramatischen Westküste zwischen Galway und Killarney mit den Naturschauspielen, wie dem Burren, wo angeblich Tolkiens „Herr der Ringe“-Trilogie entstand, den Cliffs of Moher, der Halbinsel Dingle mit dem Slea Head (Europas westlichstem Kap) sowie dem paradiesischen Ring of Kerry.

 

Ein Besuch in einem der Music-Pubs von Dingle und Doolin gehörte ebenso dazu wie das Erinnerungsfoto am steinzeitlichen Poulnabroune Dolmen oder am sagenumwobenen Connor Pass mit Live-Harfenklängen im Wind.

 

Und den Abschluss bildet eine Kurzvisite in Trofaiachs Partnerstadt Clonmel, wo wir einem Tipp unseres Bürgermeisters folgen und uns in die „fachkundigen Hände“ von Vera aus der Bäckerei am Rathaus begeben. Gott sei Dank, denn sonst hätten wir im Freien schlafen müssen, weil wegen einer im County stattfindenden Rallye alle B&B’s hoffnungslos ausgebucht sind. Aber Vera weiß Rat, vermittelt uns Zimmer bei einer Freundin und so verbringen wir gesellige und sehenswerte Stunden in Clonmel, Cahir, Cashel und Tipperary, der Partnerstadt Mauterns. Und entwerfen spontan den Plan, uns in Bälde mittels Bikes und Paddelbooten (Skijaks) hierher aufzumachen, denn „Munster Way“ und „River Suir“ warten darauf, erobert zu werden ….. welcome to Clonmel & goodbye Ireland!