IRLAND 1994

Oder:
Wohnwagen-Reise - Klappe - die 1.!
Irland Camping 1994
Camping Irland 1994

Begonnen hatte unsere „Wohnwagen-Ära“ bereits im Jahr 1988, als wir uns entschlossen einen Wohnwagen zu kaufen, um mit unseren Söhnen beim Paddeln (Skijak) auch direkt im Geschehen am Fluss wohnen zu können … Nick war bei seiner ersten Ausfahrt 3 Monate alt!

TOUR
FACTS

Das Vorspiel

 

Zwischen 1988 und 1993 „perfektionierten“ wir unser Wohnwagen-Dasein auf zahlreichen Paddelfahrten zwischen Wildalpen und Lechtal sowie am Weinberg in Güssing. „Zwischendurch“ hatte der Wohnwagen die Rolle einer „Bauhütte“ bei Entstehen unseres Eigenheimes in der Rötz bei Trofaiach übernommen.

 

1994 ließ die sich entspannende Finanzsituation der Familie und das gesteigerte Interesse nach Fahrten in den Westen und Norden unseres Kontinents die Möglichkeit wachsen, eine erste große Auslandsreise per Wohnwagen in Angriff zu nehmen.

 

Wie das Ziel „Irland“ letztlich zustande gekommen ist, weiß niemand mehr – vermutlich war der Norden für uns durch die „Skijak-Touren“ 1984 und 1985 schon „erobert“ und Irland „völliges Neuland“! Mit von der Partie waren auch die Lanners – Gaby, Walter und Joachim, der mit Alex in die gleiche Klasse ging. Allerdings kam diese „Reise-Connection“ erst sehr kurzfristig zustande, weil sich die Lanners ziemlich spontan zur Reise entschlossen, als wir unsere Buchungen der Fähren Frankreich – England – Irland schon abgeschlossen hatten – übrigens durch das Raiffeisen-Reisebüro in Trofaiach.

 

So konnte es im Convoy durch die Nacht über Deutschland und Belgien losgehen … bis Oostende, wo das „Abenteuer Britische Inseln 1994“ beginnt!

Der Start in Südengland

 

Ankunft in Dover mit Blick auf die einzigartige Felskulisse, die mich schon 1980 erstmalig fasziniert hatte, und nur wenige Meilen (entspricht ca. 1,6 km) auf der „falschen“ Straßenseite später machen wir Station bei Freunden der Lanners nahe Ashford, wo wir uns 1 Nacht akklimatisieren …

 

Am 3. Tag ziehen wir wieder los und von Ashford tuckern wir südlich an London vorbei mit unseren Wohnwagengespannen Richtung Stonehenge, wo wir einen eindrucksvollen Rundgang zwischen den Steinen erleben, ehe es weiter Richtung Wales geht. Vor allem für die Kinder ist der Besuch der steinzeitlichen Anlage ein eindrucksvolles Ereignis. Stonehenge, das zwischen 3100 bis 1600 v. Chr. errichtet wurde, ist ein megalithisches Monument aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit gebildet aus großen Steinkreisen im Zentrum und von Erdwallen umgeben. Es ist bis heute noch nicht geklärt wer die Steinkreise errichtet hat und für welchen Zweck Sie genutzt wurden.

Heute ist Stonehenge sicher einer der Orte auf der Welt, um den sich die meisten Mythen und Legenden gebildet haben. Anhand der Aufstellung der Steine konnte exakt der Tag der Sommersonnenwende und der Tag und Nachtgleiche genau berechnet werden und diese Ausrichtung der Megalithen nach dem Lauf der Gestirne regt die Fantasie vieler Menschen an.Heute ist Stonehenge sicher einer der Orte auf der Welt, um den sich die meisten Mythen und Legenden gebildet haben. Anhand der Aufstellung der Steine konnte exakt der Tag der Sommersonnenwende und der Tag und Nachtgleiche genau berechnet werden und diese Ausrichtung der Megalithen nach dem Lauf der Gestirne regt die Fantasie vieler Menschen an.

 

Bei Hereford nächtigen wir in einem Camp auf einer Pferderennbahn und am nächsten Tag legen wir den Rest der Strecke bis zur Fähre in Holyhead zurück, die gegen Mittag ablegt … Zielpunkt: Dublin.

Fähre Holyhead - Dublin
Fähre Holyhead - Dublin
Fähre Holyhead - Dublin
Fähre Holyhead - Dublin
Irland94
Irland94
Irland94
Irland94 Fährfahrt
Ashford
Stonehenge
Stonehenge
Stonehenge
Hereford
Fähre Holyhead - Dublin
Glendalough

Irland … wir kommen!

 

Die Fahrt durch die Irische See wird eine kurzlebige Angelegenheit, denn schon beim Aufgang aus dem Autodeck hören wir die faszinierenden Klänge einer 2-Mann-Band, die u.a. REM, aber auch irische Folklore, wie „Isle of Inishfree“ zum Besten gibt und uns die Zeit wie im Fluge vergehen lässt.

 

Für die Zeit rund um Dublin haben wir uns ein Camp südlich davon in den Wicklow Mountains ausgewählt und in flotte Fahrt gelangen wir nach Roundwood, wo wir es dank unseres guten „elektrischen Equipments“ schaffen, ein optimales Camp mit Zwischenplane zu errichten …

 

Dass wir „vergessen“ haben, uns Irische Pfund zu besorgen, merken wir bereits am kommenden Tag beim Besuch einer „Troutfarm“. Voller Euphorie fangen wir kräftig im Forellenteich, ehe es ans Zahlen geht … mit viel Geschick und englischen Pfund schaffen wir es schließlich. Dies geschieht anlässlich einer Radtour zur berühmten Steinkirche von Glendalough, die sogar Nick mit seinen 6 Jahren bravourös meistert!

 

Eine Erfahrung, die wir auch machen, ist in Gesprächen mit guten Tipps für die weitere Reise versorgt zu werden … dazu aber später mehr.

Glendalough
Glendalough
Glendalough
Glendalough
Dublin

Besuch in der Hauptstadt

 

Tag 2 führt uns in die Hauptstadt Dublin, die wir zu Fuß und mittels Busrundfahrt mit offenem Doppeldecker – natürlich oben und ganz vorne – erkunden. Die irische Metropole strahlt viel authentisches Flair und Gemütlichkeit aus … wie ganz Irland bisher. Wir bewegen uns hauptsächlich im Zentrum und besuchen die Highlights nördlich und südlich des Liffey und seiner berühmten „Half Penny Bridge“. Uns interessieren weniger die Museen und Kirchen, kommen aber am „Trinity College“ (Universität) vorbei, flanieren die „O’Connell Street“ entlang und blicken auf Dublin Castle, ehe es zurück in die Wicklow Mountains geht.

Dublin
Dublin
Dublin
Dublin
Dublin
Dublin
Dublin
Dublin

Der Weg an die Westküste … Galway, Doolin & Cliffs of Moher

 

Am kommenden Tag gehen wir an die Querung der Insel zur Westküste bei Galway. Die Route führt über Tullamore und Athlone und wir gelangen bei Galway ans Meer. Hier folgen wir dem Tipp eines Deutschen und fahren ins Dörfchen Doolin … dem Zentrum für „Pubmusic“ und Ausgangspunkt für Touren zu den Aran Islands.

 

Das erste Highlight ist aber schon die enge Zufahrt durch den Ort per Wohnwagen, wo Walter Lanner und ich mit unseren Wohnwagengespannen zurückschieben und in eine kleine Einfahrt einparken müssen, weil die „Nachbarn aus Western Germany“ nicht in der Lage sind, ihre Pkws entsprechend zur Seite zu fahren … einziger Fehler ist vielleicht, dass wir die Autos nicht einfach abstellen und daneben ins Pub gehen. Das holen wir später nach, denn nach Abstellen der Wohnwägen am vorgelagerten Kap mit Campingplatz geht es ins berühmte „O’Connors Pub“ mit jeder Menge Bier und Pub Music!

 

Vom idyllischen Camp an der Landspitze ist das „Highlight Nr. 2“ bereits in der Ferne zu sehen: die „Cliffs of Moher“. Es werden insgesamt 4 tolle, entspannte und abwechslungsreiche Tage am Atlantik und wir besuchen alle Natursehenswürdigkeiten und Orte der Region – hier eine lose Aufzählung:

  • die Universitätsstadt Galway

  • die karge Landschafft des „Burren“, wo Tolkien angeblich Teile seines „Herr-der-Ringe-Epos“ schrieb

  • mit dem berühmten „Poulnabrone Dolmen“ aus der Steinzeit

  • die unglaubliche Klippenkulisse der Cliffs of Moher mit seinen bis zu 300 m senkrecht ins Meer abfallenden Felsen … samt Fotoshooting der „kribbelnden Art“

  • und natürlich Doolin und seine „Music Pubs“.

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher
Cliffs of Moher
Cliffs of Moher
Cliffs of Moher
Doolin
Doolin
Doolin
Doolin
Doolin
Doolin

Aran Islands – Step back in times …

 

Besondere Erwähnung soll auf jeden Fall der Schiffsausflug zu den Aran Islands erhalten, denn der Trip entpuppt sich als „Reise in vergangene Zeiten“. Von Doolin geht es per Boot zur ersten Insel der Gruppe, Inisheer, und in rund 30 Minuten Fahrzeit ist man im kleinen Hafen der Insel angelangt.

 

Bekannt sind die Inseln in erster Linie dadurch, dass sie dem "Aran Sweater" ihren Namen verleihen. Diese traditionellen Pullover wurden anfänglich ausschließlich auf den Aran-Inseln per Hand gefertigt. Im 20. Jahrhundert stieg ihre Bekanntheit, und sie wurden nicht nur auf das irische Festland, sondern weltweit exportiert. Daher wurden die meisten Sweater fortan maschinell hergestellt. Heute wird noch ein geringer Anteil per Hand auf den Aran-Inseln gestrickt. Sie werden gern von Touristen gekauft und bieten eine gute Einnahmequelle für die Bewohner der Aran-Inseln.

 

Wir starten zu einem ausführlichen Rundgang quer über die Insel, die ein Gewühl aus Steinmauern, Feldern und Wegen beherbergt. Die Steine wurden in jahrzehntelanger Arbeit aufgeschichtet, um die dazwischenliegenden Felder vor dem Wind zu schützen und mittels Algen bebaubar zu machen. Es wird eine tolle Wanderung, wir besuchen einen idyllischen Leuchtturm, ein Schiffswrack zum Erkunden und ein Pub zur Stärkung, ehe es nach einem Bad am Sandstrand des Ortes wieder zurück durch die Atlantikfluten nach Doolin geht. Und am nächsten Tag geht es weiter südwärts …

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