Meine ersten Reisen

In diesem Blog berichten unsere Community-Mitglieder von ihren ersten Reiseerfahrungen und Erinnerungen.

Queen Mary
Mit dem "Pullman-Express" gings ans Meer

Roko's Reisefieber ... oder: Geburt auf Raten!

Es ist natürlich grundsätzlich nicht einfach über meine erste „wirklich persönliche“ Reise zu schreiben – ich möchte es aber versuchen … in mehreren Ansätzen!

ROBERT KOCH

Ansatz 1: Reisen ans Meer

Seit den frühen 1960er-Jahren fuhren meine Familie und ich regelmäßig ans Meer, sprich „Obere Adria“ … was zur damaligen Zeit weder abwertend noch ein Schimpfwort war. Der Auslöser für diese ersten tollen Erlebnisse im Volksschulalter waren die Urlaubsprogramme der österreichischen „Naturfreunde“, die recht kostengünstige Angebote in den Orten zwischen Caorle und Grado hatten.

1961 bibione
1961 Caorle
1967 caorle
1961 bibione

So kann man meinen „Erstaufenthalt“ 1961 in Caorle als deshalb meine „erste Reise“ bezeichnen. Da sich meine Erinnerungen als Vierjähriger an damals in Grenzen hält bzw. sich auf Fotos aus dieser Zeit (mein Vater war mit einer für damalige Zeiten ausgezeichneten Voigtländer unterwegs) reduziert, kann ich auch kaum etwas berichten. Aus Erzählungen meiner Eltern weiß ich lediglich, dass es damals noch sehr gemütlich zuging und wir z.B. einen Bootsausflug in die Lagune samt einiger hüttenbesiedelter Inseln machten – heute bekannt unter dem (manchmal doch Furcht einflößenden) Namen „Bibione.

1967 grado
1967 grado
1969 marina julia

Nach den Hotel-Strandurlauben von Caorle ging es wenige Jahre später nördlicher ans Meer, als vor den Toren von Monfalcone im Strandort Marina Julia eine neue Ferien-Bungalowsiedlung der Naturfreunde entstand und diese durch Mitarbeit und Selbstorganisation der Mitglieder äußerst kostengünstig angeboten wurde. Ein ideales Feriendomizil für die inzwischen auf 4 Mitglieder angewachsene Familie Koch, das uns bis in die 1990-er-Jahre mit Eltern, Verwandte, später Freunden und letztlich eigenen Kindern begleitete.

1969 marina julia
1969 marina julia
1974 marina julia

Ansatz 2:

Sommerliche Ferienaufenthalte in Camps von Kinderfreunden und „Rote Falken“

Hier sind die Erinnerungen vor allem aus den auslaufenden 1960-er-Jahren doch schon einigermaßen „verblasst“ … doch sind in erster Linie eine Vielzahl von Orten noch klar vor Augen: Tollinghöhe bei St. Peter Freienstein (wo meine Mutter über viele Jahre als Heimleiterin tätig war), Pölfing Brunn, Wien-Hütteldorf (in Wien verbrachte ich zusätzlich viele Sommerwochen bei den in Vielzahl vorhandenen Verwandten mütterlicherseits), Graz-Pfeifferhof und zum abschließenden „Rote Falken“-Ausbildungskurs am Keutschacher See in Kärnten, wo letztlich 1974 meine „Kinderheim-Karriere“ endete.

Ansatz 3:

Fahrten mit Kumpels und zu Vereins-, Schul- und Studienzwecken

Dieser Bereich bewegte sich in etwas „luftleerem Raum“ – sprich: die Reisen waren Gruppen- bzw. Zweckgeschichten mit Bezug zu Sportverein, Schule, Universität und Freundeskreis.

Da auch hier eine straffe Chronologie nicht nachzuweisen ist, möchte ich stellvertretend folgende Ausfahrten anmerken:

  • Pfingstausflug 1972 mit der Jugendmannschaft des FC Trofaiach nach Augsburg

  • Schulskikurs 1973 in der 6. Klasse des BRG Leoben nach Saalbach und Hinterglemm

  • Maturareise als „feuchtfröhlicher“ 14-Tage-Urlaub am Meer mit meinen damaligen Kumpels 1975 nach Marina Julia an der oberen Adria

  • Fahrt zu den Universitäts-Ausbildungsskikursen 1977 auf die Planneralm und 1978 nach St. Christoph/Arlberg (meine „gefühlte“ erste große Reise!)

  • … dazwischen der „wahnwitzige“ 18-Stunden-Trip 1977 per Flugzeug (erster Flug!) in die „Hölle von Izmir“, wo wir das österreichische Fußballnationalteam bei der erfolgreichen WM-Qualifikation unterstützten und „Schneckerl“ Prohaskas „Spitz“ zum 1:0-Auswärtssieg bejubelten.

  • „Austria-Ticket“ 1978 mit Rudl Kogler und einer ausgiebigen 16-tägigen Monstertour mehrmals quer durch unser Land

  • Und abschließend die ersten „großen“ geografischen Exkursion 1979: zuerst zu Ostern nach Istanbul und durch Anatolien per Bahn und Bus und schließlich im November per Flugzeug nach Äqypten mit Stationen in Kairo, Alexandria, Luxor, Karnak und Assuan.

1979 Istanbul
1979 Kappadokien
1979 Pamukkale
1979 Ephesos
1979 Tal der Könige Luxor
1979 Tal der Könige Luxor
1979 Luxor
1979 Karnak
1979 Assuan
1979 Assuan

Ansatz 04:

Solowege und Entdeckungsreisen

Dieser Lebensabschnitt ist bestimmt am präzisesten zu definieren und nahm seinen Ausgang im Sommer 1979 mit dem Aufbruch zum Sommerjob in Hannover und endete mit der „Interrailreise“ im Herbst 1980 durch Deutschland, Frankreich und Spanien mit Stationen in Frankfurt, Paris, Barcelona und Mallorca, wo ich erstmals überhaupt alleine losgezogen war … eine der wichtigsten Erkenntnisse und Entwicklungsphasen im Leben.

1980 Paris - Blick vom Eiffelturm
1980 Paris - Champs d'Elyssee
1980 Paris - Triumphbogen
1980 Lindisfarne
1980 London
1982 Frankfurt/Main
1980 Paris - Blick vom Eiffelturm